Eiszeitkunst in Tübinger Museum Mehr Besucher durch Unesco-Siegel

Vor einem Jahr wurden die Höhlen und die Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt. Das hat auch dem Museum der Uni Tübingen mehr Besucher beschert.

Das Vogelherdpferd (Foto: SWR, Peter Binder)
Eiszeitkunst im Museum Tübingen Peter Binder

Im Museum der Uni Tübingen sind die meisten Kunstwerke ausgestellt. Das Mammut, zwei Löwen und ein Pferdchen sind die schönsten Eiszeit-Kunstwerke. Das Siegel "Unesco-Weltkulturwerbe" darf das Tübinger Museum aber nicht verwenden. Denn die Kunstwerke zählen nicht zum Weltkulturerbe, nur die Höhlen und die Täler. Museumsdirektor Ernst Seidl kann das nicht nachvollziehen. "Das mag verstehen, wer will. Denn ohne die Kunst gäb es natürlich kein Kulturerbe," sagte Seidl dem Südwestrundfunk. Er wünscht sich vom Land eine konsistentere Politik.

Interesse nahm deutlich zu

Die Eiszeithöhlen im Ach- und Lonetal sind vor genau einem Jahr zum Unesco Weltkulturerbe ernannt worden. Das Welterbekomitee hatte die Höhlen als Fundorte der ältesten Kunstwerke der Menschheit anerkannt. Seitdem hat sich an den Fundorten und in den Museen viel getan. Das Interesse an den Höhlen und Eiszeitfiguren wie der Venus vom Hohle Fels bei Schelklingen oder dem kleinen Mammut aus der Vogelherdhöhle in Niederstotzingen nahm schon kurz nach der Ernennung deutlich zu.

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