Chef von Osiander würdigt Steinacher in Rede Riethmüller beeindruckt von Tübinger Aktivist

Heinrich Riethmüller, Chef der Tübinger Osiander Buchhandlung, ist von Aktivist Max Steinacher beeindruckt. Der Mann setzt sich seit Jahren in Tübingen für Meinungsfreiheit ein. Im SWR erzählt Riethmüller, wie es dazu kam, dass Steinacher Bestandteil seiner Rede auf der Frankfurter Buchmesse wurde.

Zwei Personen seien ihm in den Kopf gegangen, als er die Rede für die Eröffnung der Frankfurter Buchmesse vorbereitete: Die Klimaaktivistin Greta Thunberg und Max Steinacher. Letzterer beeindrucke ihn sehr, so Riethmüller. Seit sieben Jahren setzt er sich mit einer Gruppe in Tübingen für die Meinungsfreiheit ein und organisiert Mahnwachen für die Freilassung des saudischen Bloggers Raif Badawi aus dem Gefängnis.

Osiander Chef Riethmüller (Foto: dpa Bildfunk, Claus Setzler)
Heinrich Riethmüller von der Osiander Buchhandlung in Tübingen. Claus Setzler

"Max Steinacher wirkt mit der Ausdauer und Vehemenz seines Engagements fast wie ein Exot", sagte Riehmüller in seiner Rede. Die persönliche Tragödie des Badawi stehe stellvertretend für tausende Menschen, für Autoren, Journalisten, Buchhändler und Verleger, die weltweit Repressalien erleiden müssen, weil sie von ihrem Recht auf freie Meinungsäußerung Gebrauch machten. Es sei wichtig darauf hinzuweisen, dass freie Meinungsäußerung keine Selbstverständlichkeit ist, so Riethmüller im SWR-Interview.

Zahl der Buchverkäufe werde sich stabilisieren

Zur Zukunft des Buches äußerte sich Riethmüller optimistisch. Die Zahl der Buchverkäufe werde sich stabilisieren. Bei den Sachbüchern gebe es einen Zuwachs von 20 Prozent. Der furchtbare Trend, der vor Jahren kommuniziert wurde, dass die Buchbranche sieben Millionen Leser in den vergangenen zehn Jahren verloren hat, der konnte gestoppt werden, so Riethmüller.

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