Aussengemäuer der Burg Hohenzollern (Foto: SWR, Peter Binder)

Burg Hohenzollern braucht Steine Risse in den Mauern

Die Bastionsmauern der Burg Hohenzollern bei Hechingen sind porös und rissig. Schuld sind Wind, Wetter, Erdbeben und Streusalz. Zum Sanieren braucht man einen seltenen Sandstein.

Die Steinbrüche, aus denen die Erbauer der Burg vor gut 150 Jahren ihr Baumaterial geholt haben, sind erschöpft. Die meisten lagen in unmittelbarer Umgebung der Burg im Zollernalbkreis.

Eigenes Feld

Nun wurde aber, heißt es bei der Burgverwaltung, ein Feld in der Nähe von Grosselfingen (Zollernalbkreis) gefunden. Es birgt das passende Gestein, den sogenannten Angulatensandstein. Da das Feld dem Fürsten von Hohenzollern-Sigmaringen gehört, waren keinerlei Verhandlungen nötig. Nur Probeschürfungen.

Georg Friedrich Prinz von Preußen besichtigt den Steinbruch in Grosselfingen. (Foto: Pressestelle Burg Hohenzollern Roland Beck)
Georg Friedrich Prinz von Preußen besichtigt den Steinbruch in Grosselfingen. Pressestelle Burg Hohenzollern Roland Beck

1.500 Tonnen Gestein

Die haben ergeben, dass genügend Steine für die Sanierung - also etwa 1.500 Tonnen - gefördert werden können. Ein Steinbruchunternehmen hat bereits mit der Arbeit begonnen. Im kommenden Jahr soll die Sanierung beginnen.

Die Burg Hohenzollern aus der Vogelperspektive. (Foto: Pressestelle Burg Hohenzollern - Roland Beck)
Mehr als nur ein Haufen Steine. Die Burg Hohenzollern aus der Vogelperspektive. Pressestelle Burg Hohenzollern - Roland Beck

10 Millionen Euro

Zehn Jahre wird die Sanierung voraussichtlich dauern und über 10 Millionen Euro kosten. Das jährliche Budget für den Erhalt der Burg beträgt nur ein halbe Million. Aber Bund, Land und Denkmalstiftungen beteiligen sich an den Kosten für die Mauern und die Auffahrt.

Während der Sanierung bleibt die Burg geöffnet. Die Burgverwaltung denkt darüber nach, spezielle Baustellenführungen anzubieten.

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