Seenotrettung, vollbesetztes Boot im Mittelmeer (Foto: SWR, Fabian Heinz)

"Bündnis Sichere Häfen" in Rottenburg Städte fordern Verbesserungen für Bootsflüchtlinge

Die Bundesregierung soll die Aufnahme von Geflüchteten aus der Seenotrettung verbessern. Das haben die Städte "Bündnis Sichere Häfen" in Rottenburg (Kreis Tübingen) gefordert.

Am Dienstagabend haben sich über 20 Vertreter der Bündnis-Städte in Rottenburg zum ersten Mal getroffen, um ihre Forderungen und Pläne gemeinsam abzustimmen.

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"Wir garantieren für die Aufnahme, Integration und gute humanitäre Bedingungen", sagte Rottenburgs Oberbürgermeister Stephan Neher (CDU) bei der Vorstellung der Abschlussresolution. Über 100 Städte hatten ihre Angebote gemacht, wollen Geflüchtete aufnehmen, jetzt sei es an der Bundesregierung zu handeln.

Transparentere Verteilung gefordert

Bislang wissen die Städte wenig über die Art, wie Geflüchtete verteilt werden. Sie fordern mehr Einblicke, Geld und organisatorische Hilfe. Auf europäischer Ebene müsste eine langfristige Lösung zur Übernahme der geflüchteten Frauen und Männer her. Die Städte "Sichere Häfen" wollen sich künftig noch besser vernetzen und auch austauschen, wie die Aufnahme von Menschen aus Seenot am besten funktionieren kann. Das nächste Treffen des Bündnisses findet in Marburg statt.

Noch kaum Geflüchtete angekommen

Oberbürgermeister Neher hatte im Sommer mit zwölf weiteren Städten aus ganz Deutschland das Bündnis "Städte Sichere Häfen" gegründet. Laut Neher gehören mittlerweile über 100 Städte bundesweit dazu. Die Städte wollen zusätzlich zum normalen Verteilschlüssel Menschen aufnehmen, die aus Seenot gerettet wurden. Bislang sind keine Geflüchteten in Rottenburg angekommen.

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