Rettungshubschrauber (Foto: dpa Bildfunk, Julian Stratenschulte)

Beim Spielen auf Sportplatz schwer verletzt Kind aus Straßberg fasst in Tierfalle

Ein Siebenjähriger hat sich an einer Tierfalle in Straßberg (Zollernalbkreis) schwer verletzt. Er kam mit dem Hubschrauber in eine Klinik. Die Polizei ermittelt wegen Körperverletzung.

Der Junge spielte am Mittwochnachmittag mit einem Freund beim Sportgelände. Dabei stießen die beiden neben dem Vereinsheim der Gartenfreunde auf eine Plastikkiste. Mit dieser Kiste war die Falle für Wühlmäuse abgedeckt – damit wird normalerweise verhindert, dass Hunde oder Katzen die Fallen auslösen.

Schussfalle mit Platzpatrone

Laut Polizei schauten die beiden Buben offenbar aus Neugierde, was sich unter der Kiste verbarg. Und dabei löste einer der beiden die Sprengladung aus. Deren Druckwelle zerreißt im Normalfall die Lunge der Wühlmäuse, in dem Fall verletzte sie den Siebenjährigen an der Hand. Er musste in die Unfallklinik nach Tübingen geflogen werden.

Verdacht auf fahrlässige Körperverletzung

Die Polizei ermittelt gegen denjenigen, der die Falle aufgestellt hat. Es handelt sich um eine Privatperson und keinen Mitarbeiter der Gemeinde. Es sei fraglich, ob ihm viel vorgeworfen werden könne, so ein Polizeisprecher. Es gehe allein um die Frage, ob der Fallensteller fahrlässig gehandelt habe oder ob die Buben einfach zu neugierig waren. Einen Vorsatz schließt die Polizei aus. Und wohl nur in diesem Fall müsste der Fallensteller für die Kosten des Rettungseinsatzes aufkommen und Schmerzensgeld bezahlen, so ein Polizeisprecher. Ansonsten sei das Sache seiner Haftpflichtversicherung.

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