Baustellen im Kreis Rottweil Beleidigungen gegen Straßenbauarbeiter nehmen zu

Langsamer Fahren, langes Warten, enorme Umwege - Baustellen sind für Autofahrer ein lästiges Hindernis. Ihren Ärger bekommen auch Straßenbauarbeiter im Kreis Rottweil zu spüren.

Die Bauarbeiter müssen immer öfter für die Autofahrer als Sündenböcke herhalten, weiß Joachim Hilser vom Straßenbauamt Rottweil. Üble Beschimpfungen seien keine Seltenheit. Auch Verstöße gegen Tempolimits seien an der Tagesordnung. Die Autos würden viel zu schnell fahren und die Arbeiter gefährden, erzählt Hilser.

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Verbotsschilder abgebaut

Manche schrecken laut Hilser auch nicht davor zurück, die Baustelleneinrichtung zu verändern und Betonabsperrungen zu verrücken: "Da fehlt schon auch mal das ein oder andere Verbotsschild". Auch rote Ampeln würden nicht beachtet. Wer das ignoriert und erwischt wird, muss neben Punkten und empfindlichen Geldbußen mit einem mehrwöchigen Fahrverbot rechnen. Darauf weist die Polizei hin. Schilderverrücken wird unter Umständen sogar als gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr gewertet.

Kein Verständnis für Anfeindungen

Die Mitarbeiter vom Rottweiler Straßenbauamt können die Übergriffe und Anfeindungen überhaupt nicht verstehen. Man richte die Baustellen ja nicht zur Strafe ein. Es gehe doch darum, die Straßen zu sanieren und für die Autofahrer verkehrssicherer zu machen.

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