Baggersee verkommt Badefrust statt Badelust in Kirchentellinsfurt

Zur Abkühlung in den Baggersee bei Kirchentellinsfurt - das war bislang beliebt. Doch dieses Jahr ist alles anders wegen eines Streits zwischen Gemeinde und privatem Eigentümer.

Die Gemeinde Kirchentellinsfurt im Kreis Tübingen hat sich aus dem Badebetrieb am Baggersee zurückgezogen. Das hat Folgen. So ist trotz Hochsaison die Liegewiese ist nicht gemäht, die Mülleimer sind entfernt worden auch Toilettenhäuschen gibt es keine mehr am See.

Baggersee Kirchentellinsfurt (Foto: SWR, Norbert Kohlen)
Laut Landratsamt sind diese Schlingpflanzen für die Haut ungefährlich Norbert Kohlen

Zwischen der Gemeinde und dem privaten Eigentümer des Sees, der Epple Kiesbaggerei, ist bisher kein neuer Pachtvertrag zustande gekommen. Ohne Einigung wird sich die Situation auch nicht ändern, sagte Bürgermeister Bernd Haug dem SWR. Epple wollte sich dazu nicht äußern.

Hintergrund des Rückzugs ist eine höhere Pacht, die der Eigentümer von der Gemeinde fordert. Kirchentellinsfurt hat eigentlich ein neues Nutzungskonzept für den See geplant. Die Firma Epple war damit grundsätzlich einverstanden, will aber dafür eine Pacht, die der Gemeinde zu hoch ist.

Dauer

Große Mengen Schlingpflanzen

Außerdem wird das Schwimmen immer schwieriger, da sich auf einem großen Teil des Baggersees Wasserpflanzen ausgebreitet haben. Laut Landratsamt Tübingen lösen sie aber keine Hautallergien aus. Trotzdem wird empfohlen, nicht durch die Schlingpflanzen zu schwimmen.

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