Borkenkäfer bohrt sich in Baum ein (Foto: SWR)

Borkenkäferbefall in Sulz am Neckar Befallene Fichten gefällt

Der warme Sommer gefällt den Borkenkäfern. Er tut ihnen so gut, dass derzeit die dritte Generation heranwächst. Im Wald von Sulz (Kreis Rottweil) wurden jetzt Bäume gefällt.

Weil die Larven des Käfers besonders gern die Fichten heimsuchen, hat das Forstamt Rottweil vor allem diese Bäume in den vergangenen Tagen gefällt. Auf einer Fläche von einem halben Hektar waren zahlreiche Fichten schon ganz dürr. Abgestorben, weil sich zu viele Käfermaden durch die Stämme gefressen haben.

Auch Gift kommt zum Einsatz

Damit sich der Käfer, der in der Waldwirtschaft beträchtlichen Schaden anrichtet, nicht weiter ausbreitet, werden die gefällten und aufgeschichteten Stämme zudem mit einer Chemikalie besprüht. Und, erklärt Norbert Utzler vom Forstamt Rottweil, das geschlagene Holz müsste schnell aus dem Wald geschafft werden.

Schnelle Entwicklung bei Hitze

Bei gutem Wetter wachsen die Larven schnell heran, so Utzler. Manchmal dauert es dann nur sechs statt sonst zwölf Wochen, bis die Jungkäfer aus dem Holz ausfliegen und selbst für Nachwuchs sorgen. Deshalb müsse man die Larven "rechtzeitig erwischen", um eine weitere Verbreitung einzudämmen.

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