Tübingen hat eine deutschlandweit einmalige Bürgerbefragungs-App entwickeln lassen. (Foto: SWR, Stefanie Assenheimer)

Neuerung in Tübingen vorgestellt Neue Bürgerbefragungs-App geht an den Start

Die Stadt Tübingen hat eine deutschlandweit einmalige App entwickeln lassen, mit der Bürger künftig ihre Meinung zu kommunalpolitischen Fragen abgeben können. Im Gemeinderat wurde die App am Donnerstag vorgestellt.

Gibt es im Tübinger Gemeinderat ein wichtiges Thema zu entscheiden, holt sich das Gremium ein Meinungsbild der Bürger ein. Das geschieht ab jetzt über eine neue Bürgerbefragungs-App.

Die App funktioniert so: Jeder, der in Tübingen gemeldet und über 16 Jahre alt ist, bekommt einen QR-Code zugeschickt. Ist die App installiert und eine Befragung steht an, ploppt auf dem Handy eine Nachricht auf. Der Bürger erhält Informationen und kann in der neuen App abstimmen.

Durch die Neuerung soll aber kein Bürger ausgeschlossen werden. Wer kein Smartphone besitzt, kann über Briefwahl entscheiden. Im Rathaus soll auch ein Tablet ausliegen. Bürger können sich dort einloggen und ihre Stimme abgeben.

Abstimmungsverfahren sei sicher

Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) freut sich über die einfache Nutzung der neuen Bürgerbefragungs-App. Das Abstimmungsverfahren sei sicher, so Palmer. Die persönlichen Daten werden anonymisiert und es sei nicht nachvollziehbar, wer wie abgestimmt hat.

Das Ergebnis sei nicht bindend, teilte die Stadt mit. Es gebe dem Gemeinderat bei seinen Entscheidungen aber Orientierung und soll die direkte Demokratie stärken.

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