Anschlussunterbringung von Geflüchteten in der Region Unterkünfte in Tübingen, Freudenstadt oder Balingen

Zwei Jahre sollen Asylbewerber höchstens in einer vorläufigen Unterkunft bleiben. Dann kommen vor allem anerkannte Geflüchtete in eine Anschlussunterkunft. Aber Wohnraum ist knapp.

Die Kommunen in den Kreisen Calw, Freudenstadt, Reutlingen und Zollernalb haben mit dem Platzmangel in ihren Anschlussunterbringungen zu kämpfen.

Zwei Männer stehen auf einem Flur und blicken in ein Zimmer in einer Flüchtlingsunterkunft. (Foto: picture-alliance / Reportdienste)
Anschlussunterkünfte sollen etwas mehr Privatsphäre bieten als die vorläufige Unterbringung.

Viele seien voll ausgelastet. Deshalb nutzen die Kommunen auch Gemeinschaftsunterkünfte, die eigentlich zur Erstversorgung gedacht sind, zur Anschlussunterbringung. Der Platzmangel liege vor allem am angespannten Wohnungsmarkt, hört man aus den Stadtverwaltungen.

Erstunterkünfte umbauen

Die Geflüchteten selbst fänden meist keine privaten Wohnungen. In Calw will man 2019 Erstunterkünfte umbauen, damit sie für die Anschlussunterbringung geeignet sind. Auch Reutlingen schafft Plätze: Noch in diesem Jahr soll eine Unterkunft für 114 Personen fertig werden.

Zahlreiche Neubauten

In Tübingen gibt es inzwischen 17 Standorte für Neubauten zur Anschlussunterbringung. Im ganzen Stadtgebiet wohnen derzeit rund 1.400 Flüchtlinge in einer solchen Einrichtung. Zwei neue Gebäude sind jetzt fertiggestellt worden. In den gut 60 Ein- bis Vierzimmerwohnungen kommen Einzelpersonen, Familien und Alleinerziehende vor allem aus Afghanistan, Syrien und afrikanischen Ländern unter.

Pläne für spätere Nutzung

Nach zehn Jahren sollen dann Mitarbeiter des nahen Technologieparks und der Uniklinik Tübingen in die neuen Gebäude einziehen können.

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