Amtsgericht Tübingen (Foto: SWR)

Amtsgericht Tübingen verhängt Bewährungsstrafen Aus Rache 14-Jährigen entführt und bedroht

Das Tübinger Amtsgericht hat zwei Männer aus Mössingen (Kreis Tübingen) wegen versuchter schwerer räuberischer Erpressung verurteilt. Sie wollten den Klau von E-Shishas und Liquids beenden.

Selbstjustiz ist keine Justiz, so lautete das Fazit am Tübinger Amtsgericht. Der Hauptangeklagte wurde zu eineinhalb Jahre Gefängnis, der mitangeklagte Cousin zu einem Jahr und drei Monaten Gefängnis verurteilt . Beide Strafen wurden zur Bewährung ausgesetzt. Die beiden gebürtigen Hechinger haben sich nur rächen wollen, berichteten die Rechtsanwälte der Angeklagten.

Mit Schreckschusswaffe bedroht

Nachdem im familienbetriebene Shisha-Laden wiederholt E-Shishas und Liquids von Jugendlichen gestohlen worden waren, hatten sich die beiden Männer entschieden, einen der Diebe ausfindig zu machen und um Entschädigung zu bitten. Sie entführten daraufhin einen 14-Jährigen, bedrohten ihn mit einer Schreckschusswaffe und forderten von ihm das Diebesgut. Außerdem wollten sie noch den doppelten Betrag in Bargeld bekommen.

Opfer macht Anzeige

Das Opfer zeigte sich danach wegen des Diebstahls selbst an und machte die Polizei auf die Täter aufmerksam. Während des Prozesses entschuldigten sich beide Täter beim Dieb, was sich strafmildernd auswirkte.

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