Verpflegung teurer als im Bundesdurchschnitt Kliniken in der Neckar-Alb Region zahlen mehr fürs Essen

3,84 Euro - so viel hat im Schnitt ein Essen im Krankenhaus im Jahr 2018 gekostet. So eine Studie des Deutschen Krankenhausinstituts. Die Kliniken in der Region geben deutlich mehr aus.

Weniger Geld für Verpflegung in Krankenhäusern? Nicht im Zollernalb Klinikum, heißt es auf der Homepage des Hauses. So liegt dort das Budget fürs Essen aktuell bei 4,19 Euro pro Patient am Tag. Gerade in Krankenhäusern spiele die Ernährung eine wichtige Rolle. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung könne zum Genesungsprozess und Wohlbefinden der Patienten beitragen, heißt es weiter.

Ein Tablett mit Essen in einem Krankenhaus. (Foto: dpa Bildfunk, Hans-Jürgen Wiedl)
Oft fade, verkocht und kaum Vitamine - beim Essen im Krankenhaus wird oft gespart Hans-Jürgen Wiedl

Zertifizierung wird angestrebt

Das Klinikum mit seinen Häusern in Albstadt und Balingen möchte seine Küche noch in diesem Jahr nach den Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zertifizieren lassen. Diese Standards sollen eine ausgewogene Ernährung garantieren.

Klinikessen teurer als im Schnitt

Die SRH-Kliniken im Kreis Sigmaringen planen diese Zertifizierung zwar nicht. Aber auch dort wird deutlich mehr fürs Essen ausgegeben als die 3,84 Euro im Bundesdurchschnitt. Die Warenkosten liegen laut Klinik bei durchschnittlich sechs bis acht Euro pro Person am Tag. Bei den Kreiskliniken Reutlingen sind es knapp unter fünf Euro. Hier kommt das Essen von einem Dienstleister tiefgekühlt an. Im Zollernalbklinikum beispielsweise wird selbst gekocht.

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