Akkus mit Ökostrom Erster Elektrobus für Tübingen

Tübingen ist eine Stadt, in der es steil nach oben geht. Um zu den Kliniken zu kommen, muss ein Bus einige Höhenmeter überwinden. Viele Elektrobusse haben da Probleme. Nicht alle.

Ausgerechnet Tübingen, eine Stadt, die bis 2030 klimaneutral sein will, stellt mit ihren Bergen Elektrobusse vor große Herausforderungen. Die Stadtwerke haben viele unterschiedliche Modelle ausprobiert. Es gab Busse, die wären alleine schon hochgekommen, nicht aber mit Fahrgästen, sagt Ortwin Wiebecke, Geschäftsführer bei den Tübinger Stadtwerken.

Erster reiner Elektro-Bus für Tübinger Stadtverkehr. (Foto: SWR, Emily Scharwächter)
Der erster reine E-Bus für den Tübinger Stadtverkehr bei seiner Vorstellung. Emily Scharwächter

Angetrieben von Ökostrom

Nun haben sie ein Modell gefunden, dass die Steigung überzeugend schafft. Der Bus hat eine Reichweite von 170 Kilometern. Seine tonnenschweren Akkus sitzen auf dem Dach und im Heck, sie werden mit Tübinger Ökostrom geladen.

Praxiserfahrung sammeln

Eine Ladestation für den Bus gibt es bereits, eine zweite soll Anfang Januar in Betrieb gehen, so die Stadtwerke. Dann wolle man beobachten, wie sich der E-Bus im Alltag bewährt und welche Auswirkungen Frost oder Hitze auf den Akkubetrieb haben. Über weitere Elektrobusse werde bereits nachgedacht, auch wenn sie noch doppelt so viel kosten wie Dieselbusse.

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