Affenversuche in Tübingen Demo gegen Einstellung des Verfahrens

In Tübingen haben am Samstagnachmittag rund 250 Aktivisten gegen Tierversuche demonstriert. Anlass des Protestes war eine Entscheidung des Tübinger Amtsgerichts.

Unter dem Motto "Gerechtigkeit für Stella!" zogen die Tierschutzaktivisten durch die Tübinger Altstadt. Mit Plakaten, Transparenten und Sprechchören wollten Sie erneut ein Zeichen setzen gegen Tierversuche in der Grundlagenforschung.

Stella ist einer der Versuchsaffen, der bei Tierversuchen am Tübinger Max-Planck-Institut für Biologische Kybernetik ums Leben kam.

Verfahren gegen Tiermisshandlung eingestellt

Anlass des Protestes war eine Entscheidung des Tübinger Amtsgerichts. Dieses hatte ein Verfahren gegen drei Mitarbeiter des Max-Planck-Instituts vorläufig eingestellt. Die drei Männer waren wegen Tiermisshandlung im Zusammenhang mit Versuchen an Affen angeklagt.

Die Tierschutzaktivisten werfen den Behörden eine gezielte Vertuschung der Vorfälle am Max-Planck-Institut vor. Mit der heutigen Demonstration forderten sie das sofortige Ende von Tierversuchen in der Forschung. Der Protest verlief friedlich.

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