50 Jahre Tübinger Presseclub Demokratie braucht freie Presse

Am Sonntag feierte der Tübinger Presseclub sein 50-jähriges Jubiläum. Festredner war EU-Kommissar Günther Oettinger (CDU). Zwei Nachwuchsjournalistinnen wurden ausgezeichnet.

Andreas Narr verleiht Nachwuchspreise des Presseclubs Tübingen (Foto: SWR, Bärbel Schlegel)
Der Vorsitzende des Tübinger Presseclubs, Andreas Narr, verleiht die Nachwuchspreise an Theresa Tröndle (rechts) und Franziska Jäger. Bärbel Schlegel

Mit 13 Journalisten ging es 1969 los, heute gehören ihm 33 Mitglieder an, die alle in der Region Tübingen/Reutlingen für Medien hauptberuflich journalistisch tätig sind. Vertreten sind im Club sämtliche namhafte Zeitungen sowie Radio- und Fernsehsender. Sinn und Zweck des Presseclubs war und ist, Tübingen und der Region publizistisch mehr Gewicht zu geben.

Wahrhaftige Arbeit

Als Festredner mahnte Günther Oettinger guten Journalismus an. Gerade in Zeiten, in denen an der Demokratie gekratzt werde, in denen Europa von Trumps USA und China in die Zange genommen werde, da gelte es wahrhaftige Arbeit abzuliefern. Der CDU-Politiker brach eine Lanze für den freien Journalismus. Ohne diesen sei die Demokratie gefährdet.

Dauer

"Junge Menschen sollen angezogen werden von diesem spannenden Beruf."

Günther Oettinger (CDU)

Preis für Nachwuchsjournalistinnen Tröndle und Jäger

Als hätten die Presseclubmitglieder diese Forderung geahnt, haben sie zum Jubiläum einen Nachwuchspreis ausgeschrieben. Es gab zwei Siegerinnen. Den ersten Preis bekam Theresa Tröndle. Er ist mit 2.000 Euro dotiert. Den zweiten Preis, mit 500 Euro verbunden, holte sich Franziska Jäger.

"Sternenkinder" und Obdachlose

Die 27-jährige Tröndle beschreibt in ihrem Artikel die Arbeit einer Fotografin, die tot geborene Kinder, sogenannte "Sternenkinder" und ihre Eltern fotografiert. Die 36-jährige Jäger portraitiert zwei Obdachlose, die in Deutschland und Belgien versuchen, Fuß zu fassen. Sie berichtet ebenso einfühlsam wie fundiert von den Schwierigkeiten, die sie dabei jeweils in ihren Ländern haben.

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