Verein Kinder brauchen Frieden (Foto: SWR, Anette Hübsch)

25 Jahre Hechinger Verein Kinder brauchen Frieden Humanitäre Hilfe für Kinder

Eine verrückte Idee, die richtigen Promis mit im Boot und viel Engagement – das waren die Anfänge des Hechinger Vereins "Kinder brauchen Frieden". Nun feiert der Verein 25 Jahre.

Den Anfang machte eine Idee auf einer Weihnachtsfeier im Hechinger Jugendzentrum, zur Zeit des Kriegs auf dem Balkan. In bierseliger Stimmung fiel damals der Beschluss: Nächstes Jahr holen wir hundert Kinder nach Hechingen, damit die sich ein bisschen vom Krieg erholen können, erinnert sich Cornelia Bierlmeier.

Hilfstransporte in Kriegsgebiete

Die Frau des verstorbenen Gründers Michael Bierlmeier und langjährige Vorsitzende des Vereins "Kinder brauchen Frieden" war von Anfang an voll mit eingebunden. Zunächst kümmerten sich die beiden in Hechingen um die Kinder aus dem Balkankrieg. Später organisierte der Verein Hilfstransporte nach Kroatien. Daraus entstanden ist ein Verein, der Kindern nicht nur in Kroatien, sondern auch in Bulgarien, im Kongo und in Sri Lanka hilft. In Ruanda bauten sie sogar ein Haus für 80 Waisenkinder auf.

Kinkels Mutter gepflegt

Der Verein hat inzwischen 850 Mitglieder. Einer der ersten Unterstützer war übrigens der damalige Bundesaußenminister Klaus Kinkel, der ebenfalls aus Hechingen kommt. Michael Bierlmeier, der verstorbene Gründer des Vereins, pflegte damals Kinkels Mutter im Krankenhaus. Zu ihr hatte er ein so gutes Verhältnis, dass sie ihrem prominenten Sohn empfahl, sich für den Verein zu engagieren.

Sinnvolle Hilfe oder gutes Gewissen

Anlässlich des 25-jährigen Vereinsbestehens gibt es am Samstag in der Hechinger Stadthalle eine Podiumsdiskussion. Es geht auch um die Frage: "Sinnvolle humanitäre Hilfe oder gutes Gewissen der Regierung?". Zu den Podiumsgästen gehören auch die ehemalige Justizministerin Hertha Däubler-Gmelin und besagter Klaus Kinkel. Neben Diskussionen gibt es auch Kaffee und Kuchen, sowie eine Bilderausstellung und Livemusik.

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