STAND

Die Bundesregierung fördert die Batteriezellproduktion bei zwei Firmen im Landkreis Reutlingen mit 100 Millionen Euro. Damit soll die Zukunftsfähigkeit des Landes gesichert werden.

Ein Produktionsmitarbeiter des Autozulieferers Elring Klinger bedient mit einem Terminal eine Stackbauanlage. Im Vordergrund ist ein fertiger Brennstoffzellen-Stack zu sehen. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Tom Weller)
Der Autozulieferer Elring Klinger befasst sich auch mit der Batterieentwicklung. picture alliance/dpa | Tom Weller

Elring Klinger aus Dettingen/Erms bekommt für die Entwicklung von Batterien gut 33 Millionen Euro, die Reutlinger Manz AG rund 71 Millionen Euro. Der Bescheid wurde am Dienstag in der Industrie- und Handelskammer durch Staatssekretär Thomas Bareiß und Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (beide CDU) übergeben. Die Ministerin sagte, die Batterietechnologie sei eine wichtige Schlüsseltechnologie für die Zukunft, die in allen Bereichen der industriellen Wertschöpfung unentbehrlich sein werde. Bis zum Jahr 2030 sollen rund 30 Prozent der weltweiten Nachfrage nach Batteriezellen aus deutscher und europäischer Produktion bedient werden.

Neuartige Batterie-Zellgehäuse von Elringklinger

Mit dem Geld soll bei Elring Klinger die Entwicklung eines Zellgehäuses von Batterien vorangetrieben werden. Durch ein neuartiges Design soll der Verbrauch an energieintensiven Rohstoffen wie Aluminium und Kupfer reduziert werden. Elring Klinger will so einen nachhaltigen Beitrag zur einer klimaneutralen, europäischen Batteriezellfertigung leisten.

Manz stellt Lithiumbatterien für E-Autos her

Die Manz AG entwickelt Maschinen zur vollautomatischen Herstellung von Lithiumbatterien. Diese sind unter anderem für Elektroautos gefragt. Die Herstellung und die dazugehörigen Anlagen basieren laut Manz auf einem neuen, digitalisierten und kostengünstigen Geschäftsmodell. Die Förderung sei wichtig, um Arbeitsplätze in Deutschland zu erhalten und um auf dem europäischen Markt wettbewerbsfähig zu bleiben, so Staatssekretär Bareiß.

EU genehmigt Beihilfen

Im Januar hatte die Europäische Kommission das von Deutschland koordinierte, zweite europäische Großvorhaben zur Batteriezellfertigung genehmigt. Damit war der Weg frei für die Förderung von elf Unternehmen mit Standorten in Deutschland durch das Bundeswirtschaftsministerium. Ziel sei es, eine wettbewerbsfähige, innovative und nachhaltige Batterie-Wertschöpfungskette in Deutschland und Europa aufzubauen, heißt es in einer Mitteilung.

Mehr zum Thema

Wichtiger Rohstoff für Batterien Projekt des KIT: Lithium aus dem Oberrheingraben

Ohne Lithium-Ionen-Akkus läuft beim E-Auto, E-Roller oder E-Bike nichts. Meistens wird das Metall in Südamerika unter katastrophalen Umweltbedingungen gewonnen. Dabei gibt es auch im Oberrheingraben Lithium. Das Karlsruher Institut für Technologie will es fördern.  mehr...

Kaiserslautern

Milliarden-Investition Batterie-Werk von Opel in Kaiserslautern kommt 2025

Ende 2025 soll das neue Batteriezellen-Werk bei Opel in Kaiserslautern an den Start gehen. Das teilte der Opel-Mutterkonzern Stellantis in Amsterdam mit.  mehr...

Am Nachmittag SWR4 Rheinland-Pfalz

Batterien für E-Autos Porsche plant offenbar eigene Batteriezellen-Produktion in Tübingen

Die Batteriezellen für den Elektro-Sportwagen Taycan kommen bislang von der koreanischen Firma LG Chem. Jetzt will Porsche scheinbar eigene Batteriezellen herstellen - in Tübingen.  mehr...

STAND
AUTOR/IN