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Nach mehreren Jahren mit zu wenig Regen sind die Wasserstände vieler Flüsse im Land auf kritische Werte gesunken. Einige Landratsämter warnen bereits vor unnötigem Wasserverbrauch.

An zahlreichen Flüssen in Baden-Württemberg sind die Wasserstände derzeit deutlich zu niedrig. Der Enzkreis hat bereits eine Rechtsverordnung erlassen, um die Wasserentnahmen aus Oberflächengewässern bis Mitte Oktober zu verbieten. Der Schritt sei nötig, damit sich die Gewässer in den nächsten Monaten von der Trockenheit erholen könnten, hieß es kürzlich in einer Mitteilung.

Das Landratsamt Heilbronn hat die Wasserentnahme noch bis mindestens Mitte September per Allgemeinverfügung beschränkt. Auch die Landratsämter in Tübingen und Konstanz bitten um besondere Zurückhaltung, da die Wasserstände in vielen Flüssen und Bächen auf kritische Werte gesunken seien.

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Zu wenig Regen macht Flüssen zu schaffen

Das Problem: Bereits 2018 und 2019 hat es zu wenig Niederschlag gegeben. Und 2020 fielen in Baden-Württemberg von April bis Juli nach Angaben der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) nur rund 57 Prozent des Niederschlags, der für diesen Zeitraum üblich ist. Die Folge: "Wenn es lange nicht regnet, werden die Bäche vom Grundwasser gespeist", sagte der Referatsleiter für Fließgewässer Ökologie, Uwe Bergdolt. Und wenn dieser Zustand über mehrere Jahre anhält, ist der Grundwasserspeicher nicht mehr ausreichend gefüllt. Ein paar Tage Regen brächten dann nur noch kurzfristige Entspannung.

Die Entwicklung könne Auswirkungen auf die Wasserversorgung haben, ebenso wie auf die Ökologie der Flüsse, die Landwirtschaft und die Schifffahrt, sagte Bergdolt. Auch Kraftwerke könnten betroffen sein, weil sie große Mengen Kühlwasser brauchen.

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