Tourismus auf der schwäbischen Alb (Foto: dpa Bildfunk, Thomas Warnack)

Insgesamt starke Einbußen durch Corona

Tagestouristen retten im Kreis Reutlingen Umsatz

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Der Tourismus im Landkreis Reutlingen hat im vergangenen Jahr für einen Umsatz von rund einer halben Milliarde Euro gesorgt. Das zeigt eine Studie der Tourismusgemeinschaft Mythos Schwäbische Alb.

Die Ergebisse der Studie zeigen, dass der Tourismus eine wirtschaftlich bedeutende Rolle im Landkreis Reutlingen spielt, aber auch, dass die Corona-Pandemie für enorme Einbußen gesorgt hat. Demnach gab es zwar vergangenes Jahr rund 30 Prozent weniger Übernachtungen in der Hotellerie und bei privaten Vermietern, dafür aber kamen knapp elf Millionen Tagesgäste - so viele wie nie zuvor.

Biosphärengebiet Schwäbische Alb, Wandern in der Natur (Foto: dpa Bildfunk, Stefan Puchner)
Viele Tagestouristen kommen in den Landkreis Reutlingen, um zu wandern, wie hier auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz in Münsingen mitten im Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Stefan Puchner

Mit über 360 Millionen Euro sorgten die Tagesgäste für den größten Anteil am Bruttogesamtumsatz des Landkreises von knapp 511 Millionen Euro. "Der Tourismus im Landkreis Reutlingen stellt einen wichtigen Wirtschaftsfaktor dar und erhöht die Lebensqualität der Einwohner", so der Mythos-Vorsitzende Bürgermeister aus Bad Urach, Elmar Rebmann.

Umsatz gesunken wegen Pandemie

Die Zahlen zur Bedeutung des Wirtschaftsfaktors Tourismus im Kreis Reutlingen werden alle fünf Jahre erhoben. Verglichen mit der letzten Studie 2016 ist der Bruttogesamtumsatz um über zehn Prozent gesunken. Der Umsatz aus Übernachtungen brach sogar um 37 Prozent im Vergleich zu 2016 ein. Die Corona-Pandemie hat der Studie zufolge der gesamten Tourismusbranche geschadet.

Die Studie hat die Tourismusgemeinschaft Mythos Schwäbische Alb beim Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Insitut für Fremdenverkehr in Auftrag gegeben.

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