Urlaub am Bodensee (Foto: IMAGO, Eibner)

Reisen in Corona-Zeiten

Tourismusbranche in BW spürt Folgen der Corona-Pandemie

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Die BW-Tourismusbranche leidet unter der Pandemie. Trotz Anstieg lagen die Besucherzahlen 2021 weit unter dem Vorkrisenniveau. Die Branche hofft jetzt auf Gäste aus dem Ausland.

Baden-Württemberg hat viele schöne Ecken, die bei Urlauberinnen und Urlaubern aus der ganzen Welt beliebt sind. Der Bodensee oder auch der Schwarzwald haben noch vor einigen Jahren tausende Gäste angelockt. Seit der Corona-Pandemie sind Reisende aus dem Ausland allerdings weniger geworden. Vor der Sommersaison hofft die Tourismusbranche auf Besserung.

Corona dämpft die Reiselust

Auch wenn das Reisen wieder deutlich besser möglich ist, als noch 2020 - die Corona-Krise ist für den Tourismus in Baden-Württemberg noch lange nicht überwunden. Die Zahl der Übernachtungen ist 2021 zwar um gut vier Prozent auf 35,6 Millionen gestiegen, das sind aber immer noch fast 38 Prozent weniger als noch im Vorkrisenjahr 2019. Das teilte das Statistische Landesamt am Donnerstag mit.

Tourismusbranche hofft auf Reisende aus dem Ausland

Der Tourismus ist eine wichtige Branche in Baden-Württemberg. Bis zur Pandemie wurden jährlich mehr als 25 Milliarden Euro erwirtschaftet. "Das Jahr 2021 war für den Tourismus weiterhin stark durch die Krise geprägt", resümierte Wirtschaftsstaatssekretär Patrick Rapp. Für dieses Jahr sei man hingegen zuversichtlich und hoffe vor allem auf mehr Gäste aus dem Ausland. 2021 kamen die Reisenden noch hauptsächlich aus dem Inland: über vier Fünftel der rund zwölf Millionen Besucher. Viele Betriebe litten im Vorjahr auch unter den Schließungen. Touristische Beherbergungen in Landkreisen mit hohen Infektionszahlen hatten teilweise über Monate schließen müssen.

Andreas Braun, Geschäftsführer der Tourismus Marketing Baden-Württemberg sagte, die Branche blicke zuversichtlich auf die kommenden Monate. "Denn die Nachfrage nach Urlaubsreisen ist nach zwei Pandemiejahren groß, und viele Menschen werden zunächst im eigenen Land bleiben."

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SWR