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Die rund 17.000 Beschäftigten in der privaten Energiewirtschaft Baden-Württemberg bekommen mehr Geld: Die Gewerkschaft Verdi hat sich mit den Arbeitgebern auf ein Lohnplus von insgesamt 3,7 Prozent geeinigt. In den kommenden zwei Jahren sollen die Gehälter der Beschäftigten nach Angaben von Verdi zunächst um 2,1 Prozent steigen, in einer zweiten Stufe dann um weitere 1,6 Prozent. Außerdem erhalten die Beschäftigten eine Corona-Prämie von bis zu 700 Euro. Auch Azubis sollen mehr Geld bekommen. Noch am Montag hatten mehrere tausend Mitarbeitende für höhere Löhne gestreikt. Damit haben sie nach Meinung der Gewerkschaft Bewegung in die laufende Tarifverhandlung gebracht. Verdi erklärte am Dienstag, die Arbeitgeber hätten am Montag an den für die Gewerkschaft entscheidenden Stellen deutlich nachgebessert. Den Tarifabschluss hat die Verdi-Tarifkommission am Dienstagmorgen einstimmig angenommen.

Baden-Württemberg

Baden-Württemberg Energiewirtschaft-Warnstreiks kurz vor vierter Verhandlungsrunde

In Baden-Württemberg hat die Gewerkschaft Verdi heute zu einem mehrstündigen Warnstreik in der privaten Energiewirtschaft aufgerufen. An mehr als 20 Standorten der EnBW und anderer Unternehmen sollen Beschäftigte ihre Arbeit niederlegen. Wegen Corona soll es ein "Stay-At-Home-Streik" werden, nur kleine Delegationen von Streikenden seien vor Ort, so Verdi. Statt einer großen Kundgebung soll es am Montagmorgen Übertragungen der Warnstreiks auf Youtube geben. Die Gewerkschaft will damit kurz vor der vierten und damit letzten Tarifrunde am Nachmittag den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Sie fordert fünf Prozent mehr Geld für die rund 17.000 Beschäftigten, außerdem eine bessere Vergütung von Auszubildenden. In der dritten Verhandlungsrunde letzten Montag hatten die Arbeitgeber, die EnBW sowie rund 20 weitere Unternehmen, ein "verhandlungsfähiges, aber nicht abschlussfähiges" Angebot vorgelegt.  mehr...

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