Der Raum Südbaden bekommt bald einen Wünschewagen vom ASB (Foto: ASB/Hannibal)

Ehrenamtliche erfüllen letzte Wünsche

Region Südbaden bekommt einen Wünschewagen für Sterbenskranke

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Jasmin Bergmann

Sterbenskranken Menschen ihren letzten Wunsch erfüllen - genau dafür ist der Wünschewagen vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) da.

Noch einmal mit Delphinen schwimmen, ans Meer fahren, ins Stadion gehen oder einfach einen guten Freund in der Ferne besuchen. Letzte Wünsche von sterbenskranken Menschen, die von deren Angehörigen oft gar nicht bis kaum umsetzbar sind.

Die kranken Menschen brauchen medizinsche Versorgung und müssen speziell transportiert werden. Genau hier kommt der Wünschewagen ins Spiel. Er ist speziell ausgestattet; sieht ein bisschen aus wie ein Rettungswagen. An Bord sind extra dafür ausgebildete Begleiterinnen und Begleiter - alle ehrenamtlich. Sie geben alles dafür, damit der letzte Wunsch des Fahrgastes wahr wird und begleiten diesen auch genau dorthin.

Der Raum Südbaden bekommt bald einen Wünschewagen vom ASB (Foto: ASB)
Hier hat das ehrenamtliche Team des ASB-Wünschewagens den Wunsch "noch einmal ans Meer" erfüllt ASB Bild in Detailansicht öffnen
Sie haben auch schon einen Menschen ins Stadion begleitet ASB Bild in Detailansicht öffnen

Bundesweit gibt es bereits 23 solcher Wünschewagen. Zwei davon in Baden-Württemberg: in Mannheim und in Ludwigsburg. Bald ist es einer mehr, denn nun soll auch der Raum Südbaden seinen eigenen Wünschewagen bekommen.

Posted by Der Wünschewagen on Monday, July 25, 2022

Noch ganz frisch: Projekt Wünschewagen für Südbaden

Das Projekt für einen Wünschewagen in Südbaden ist noch ganz frisch - die Planungen haben erst vor wenigen Tagen so richtig begonnen. Wenn alles glatt läuft, soll der Wagen Ende des Jahres über Südbadens Straßen rollen: von der Schweizer Grenze bis nach Villingen-Schwenningen, an der Rheinschiene entlang bis nach Baden-Baden mit allem was dazwischen liegt. Bis dahin steht aber noch jede Menge Arbeit für Projektleiter Yannick Kehrer an.

"Es ist eine Ehre das Projekt leiten zu dürfen."

Das Auto ist bereits bestellt und in der Fertigung. Alles andere muss Kehrer noch planen, organisieren und managen. Klamotten müssen noch bestellt, Flyer gedruckt und 20 bis 30 ehrenamtliche Mitarbeitende gefunden werden. Einige hätten sich bereits freiwillig gemeldet, aber fix ist da noch nichts, sagt Yannick Kehrer. Fix ist dafür schon, dass die Büros in Offenburg sein sollen. Im Oktober oder November sollen sie einzugbereit sein.

Tina Schönleber und Yannick Kehrer leiten das Projekt Wünschewagen vom ASB (Foto: Privat)
Tina Schönleber und Yannick Kehrer. Sie leitet das Wünschewagen-Projekt in Mannheim. Er das neue in Südbaden Privat

Da es ja bereits Wünschewagen gibt, steht Yannick Kehrer mit den Teams natürlich in engem Austausch - vor allem mit den Mannheimern. Dort sollen im November auch die südbadischen Mitarbeitenden geschult werden. Alles noch mitten im Planungsprozess, deshalb oft das Wort "soll" und noch wenig "ist". Aber der SWR bleibt weiterhin dran und berichtet, sobald es Neuigkeiten zum Wünschewagen für Südbaden gibt.

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