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So ein Weltcup-Springen hat die Hochfirstschanze noch nicht erlebt: Schnee satt, aber kein Publikum, nur die Springer, ihre Betreuer und ein paar Journalisten. Ein Besuch in Titisee-Neustadt.

Zehntausende Menschen wären dieses Wochenende in Titisee-Neustadt, wenn nicht die Corona-Pandemie alles beherrschen würde. Deswegen muss auch Sophia ein paar hundert Meter vor der Hochfirstschanze wieder umdrehen - dabei wollte sie nur mal kurz gucken. Ähnlich geht es Fan Walter. Seit 40 Jahren fiebert er mit Glühwein und Grillwurst unten bei den Stehrängen oder im Festzelt mit: "Das ist herrlich, wenn man da steht, nach oben schaut und sagt ,Zieh, zieh...', aber jetzt geht nichts."

Weltcup findet nur unter strengen Auflagen statt

Groß ist die Enttäuschung auch bei Joachim Häfker, der den Weltcup organisiert: "Das ist natürlich traurig, jedem Wintersport-Fan blutet da das Herz." Der einzige Trost: Das Weltcup-Skispringen darf trotz allem stattfinden - aber nur unter strengen Corona-Auflagen.

Fans sitzen dieses Mal auf dem Sofa

Angespannt und mit gedrückten Daumen will auch Sophia das Skispringen von der Couch aus mitverfolgen: "Ich fiebere da auf jeden Fall mit. Ich finde das einfach faszinierend. Es ist schon ein Herzenswunsch, mal von so einer Schanze zu springen."

Der Radio-Beitrag zum Nachhören

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