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Im Hardwald bei Basel wurden gerade viele unterschiedliche Bäume angepflanzt. Denn Forscher wollen herausfinden, welche Baumarten am besten mit dem Klimawandel zurechtkommen.

Mitte Dezember sind im Hardwald 650 Bäume verschiedenster Baumarten gepflanzt worden. Der Hardwald am Ufer des Hochrheins eignet sich besonders gut als Versuchsfläche, weil es ein sehr trockener Standort ist. Es regnet nicht nur wenig, sondern in den sandigen Böden versickert das Wasser auch noch schnell. Im Versuch werden hier deshalb auch gleiche Baumarten, aus unterschiedlichen Herkunftsorten, nebeneinander gepflanzt.

Ueli Meier leitet das Amt für Wald beider Basel und erklärt: "Das sind Waldföhren aus dem Jura und Waldföhren aus dem Kanton Graubünden, aus den Hochlagen. Die genetischen Unterschiede sind recht groß. Aber wir wissen nicht genau, wie sich diese Ausprägung zum Schluss auswirkt. Ob im Wachstum oder in der Vitalität der Bäume, insbesondere unter anderen Bedingungen."

Weil der Hardwald für das Waldklima der Zukunft typisch werden könnte, gibt es hier seit zehn Jahren weitere Versuchsflächen. Mit deutlichen Unterschieden im Wachstum von Douglasien, Weißtannen oder Lärchen.

Suche nach Antworten für die Zukunft

"Die Frage ist, wie die Biodiversität aussieht? Und ob wir in der Lage sind, zum Beispiel Holz zur Verfügung zu stellen für die Holzindustrie? Ich glaube es ist korrekt, dass man nach Wegen sucht, um die Natur bestmöglich zu unterstützen," umschreibt der Kantonsforstingenieur den zukunftsweisenden Versuch.

Der Wald der Zukunft wird eine Mischung aus bekannten Arten sein. Aber auch aus Arten, die in der Schweiz oder in Südbaden bislang noch nicht heimisch sind.

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