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Stay at home - so lautet die Devise. Viele Menschen arbeiten aktuell von zu Hause aus. Homeoffice stellt Unternehmen vor Herausforderungen, deswegen ist die Weiterbildungsbranche gerade sehr gefragt.

Homeoffice ist in dieser Zeit angesagt – aber wie setzt man das um? Nicht alle Unternehmen können mir nichts, dir nichts auf das Arbeiten von zu Hause aus umstellen. Viele Arbeitgeber, egal in welcher Branche, holen sich deshalb Hilfe – etwa bei der Haufe Akademie mit Sitz in Freiburg. Vor welchen Herausforderungen Arbeitgeber gerade stehen, erklärt Christian Friedrich, Geschäftsführer der Haufe Akademie und verantwortlich für den Digitalen Bereich: "Wir haben viele Kunden, die sagen: 20.000 Menschen sind bei mir im Homeoffice. Wie mache ich das, was tue ich, wie führe ich im Homeoffice, was gibt es da für Plattformen?"

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Produktiv bleiben - auch von zu Hause aus

Die Frage "Wie bleibe ich jetzt produktiv?" stellen sich nicht nur Arbeitgeber, sondern auch Menschen, die gerade ohne Job zu Hause sitzen. Einer von ihnen ist der Geologe Bruno Adam, 33 Jahre alt. Er hat in Freiburg und Karlsruhe studiert, seinen Arbeitgeber verlassen und bildet sich nun auf digitalem Weg weiter. Sein Programm hat vor drei Wochen begonnen, zufällig dann, als das Coronavirus die Unsicherheit nach Deutschland gebracht hat. "Allgemein ist es halt ne Ausnahmesituation. Es ist alles sehr surreal, was gerade passiert. Es ist schön, dass ich was zu tun habe in der Quarantäne", sagt Adam.

Videotechnik statt Präsenzunterricht

Bruno Adam lernt gerade, wie er auch als Geologe mit großen Datenmengen umgehen kann, zum Beispiel wie er viele Grundwasser-Stände verarbeiten kann. Für den Kurs sitzt er eigentlich nicht in seinem Wohnzimmer, sondern in einem Weiterbildungszentrum. Der Anbieter Alfatraining setzt auf Präsenz-Unterricht mit Videotechnik – in Zeiten von Corona fallen die Treffen im Bildungszentrum weg. Eine Umstellung, sagt Geschäftsführer Niko Fostiropoulos: "Wir haben das so gemacht, dass der Trainer, die Dozentin, der Dozent, groß zu sehen sind und die Teilnehmer-Videos werden kleiner, so dass man alle auf einmal sieht und Mimik und Gestik erkennt. Gleichzeitig wird ein Bildschirm übertragen, das können Programme wie Word oder Excel sein oder SAP-Software, Photoshop und InDesign."

Bildungseinrichtungen melden Interesse an

Diese Art, Wissen zu vermitteln, stößt gerade jetzt auf großes Interesse, sagt Fostiropoulos: "Im Moment fragen bei uns ständig Schulen, Hochschulen, Unternehmen an. Wir können die Anfragen nicht mal richtig bewältigen." Deswegen bietet Alfatraining seine Video-Lernsoftware im Moment für Hochschulen und Vereine gratis an. Auch die Haufe Akademie stellt ihre Erfahrungswerte zur Verfügung, was digitale Weiterbildung angeht.

Wissen und Erfahrungswerte weitergeben

Zwei Anbieter, die von der aktuellen Situation vermeintlich profitieren, geben also ihr Wissen zunächst kostenfrei weiter, um Unternehmen und Einzelpersonen zu helfen. Denn die Krise bietet auch Chancen, sagt Christian Friedrich von der Haufe Akademie: "Die Krise hat viel Vorteilhaftes, um das Thema Digitalisierung auch anzuschieben. Ich glaube, dass die momentane Situation ein Umdenken mit sich bringt, aber es ist auch an der Stelle kein Automatismus."

Weiterbildung in Kurzarbeit wird gefördert

Die Bundesregierung fördert Weiterbildung für Menschen, die in Kurzarbeit sind. Infos dazu gibt es auf der Seite des Bundesarbeitsministeriums.

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