Trauben der Sorte "Findling" sind erntereif (Foto: dpa Bildfunk, Patrick Seger)

Weinmanufaktur Gengenbach-Offenburg erntet "Findling"

Weinlese startet in der Ortenau

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Nicht mehr lange, und der neue Süße geht in Südbaden in den Verkauf. In der Ortenau hat einer der ersten Weinbaubetriebe im Land mit der Lese der frühen Sorten begonnen.

Die Weinmanufaktur Gengenbach-Offenburg (Ortenaukreis) hat am Montagmorgen bei Traumwetter mit der Weinlese begonnen. Gelesen wurden die früh reifenden Sorten "Findling" und "Müller-Thurgau". Mit der Qualität der Trauben sind die Winzer trotz des regenreichen Sommers zufrieden. Nur einige Rebhänge waren von der Pilzkrankheit "falscher Mehltau" stark befallen, so Geschäftsführer Christian Gehring.

Mit 78 gemessenen Öchslegraden bei der Rebsorte "Findling" sei man mehr als zufrieden. Unterstützt von Erntehelfern aus der Bevölkerung sollen etwa 30 Tonnen Trauben geerntet werden, das entspricht rund 23.000 Litern des Neuen Süßen. Bis Ende der Woche sollen es in Zell-Weierbach rund 50.000 Liter werden. Ab dem 9. September kommt der Federweiße in den Handel.

Winzer haben mit der Weinlese 2021 in Offenburg Zell-Weierbach begonnen (Foto: SWR, Christine Veenstra)
Weinlese 2021 läuft seit Montag in Offenburg Zell-Weierbach Christine Veenstra

Schwächerer Jahrgang als in den Vorjahren

Witterungsbedingt wird der Jahrgang 2021 schwächer als in den Jahren zuvor. Der Frost im Frühjahr hat besonders frühe Sorten wie Chardonnay und Gewürztraminer geschädigt, und er hat dazu geführt, dass die Trauben ungleich reifen. Für die Winzer heißt das: Sie müssen viel mehr sortieren. Das sei die eigentliche Herausforderung bei der Ernte 2021, so Rainer End, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Weinmanufaktur Gengenbach-Offenburg.

Die Hauptlese soll am 15. September beginnen und bis Mitte oder Ende Oktober dauern. Bei den Weißweinen erwarten die Winzer gute Qualität. Sie hoffen, dass die Nächte kühl und die Tage sonnig bleiben. Von Wetter und Sonne hängt jetzt auch die Güte des Spätburgunder Rotweins ab.

Corona verändert die Weinvermarktung

Wegen des zweiten Lockdowns haben Gastronomie und Vereine wenig Wein ausgeschenkt. In diesem Bereich fiel der Umsatz bei der Weinmanufaktur Gengenbach-Offenburg um knapp 60 Prozent im Vergleich zum Niveau vor Corona. Dafür konnte der Weinbaubetrieb aber seinen Umsatz im Handel um 34 Prozent steigern. Das vergangene Geschäftsjahr konnte die Weinmanufaktur immerhin mit einem leichten Plus abschließen. Aktuell freut sich Geschäftsführer Christian Gehring über zwei sehr starke Monate: Juli und August.

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