Zwei Pavillions mit rotem Stoff sind auf dem Gehweg vor NSI aufgebaut. Darauf ist das weiße Logo der IG Metall zu sehen. Davor stehen viele Menschen, sie unterhalten sind, trinken und essen etwas. Im Hintergrund ist die Firma NSI zu sehen. Außerdem scheint im Hintergrund die Morgensonne. (Foto: SWR, Katharina Seeburger)

Beschäftigte fordern mehr Gehalt

IG Metall: 100 Beschäftigte bei Warnstreik in Lörrach

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Katharina Seeburger

Laut Gewerkschaft IG Metall haben am Donnerstag 100 Beschäftigte von NSI Präzisionsdrehteile in Lörrach am Warnstreik teilgenommen. Die IG Metall fordert acht Prozent mehr Gehalt.

100 Beschäftigte von NSI Präzisionsdrehteile in Lörrach sind am Donnerstagmorgen nach Angaben der Gewerkschaft der Aufforderung zum Warnstreik gefolgt. Ab 08:45 Uhr sollten die Beschäftigten für zwei Stunden ihre Arbeit niederlegen.

SWR-Reporterin Katharina Seeburger hat sich unter den Beschäftigten von NSI umgehört, warum diese zum Streik gekommen sind.

Beschäftigte sorgen sich wegen steigender Preise

Viele der Streikenden äußerten vor Ort, dass ihr Gehalt durch die allgemein steigenden Preise für immer weniger reiche. Wer für seine Forderungen nicht auf die Straße gehe, so einer der Streikenden, der bekomme auch nichts. Man müsse dafür kämpfen, mehr Gehalt zu bekommen.

Für den Warnstreil hat die IG Metall zwei Pavillions mit rotem Stoff auf dem Gehweg vor NSI aufgebaut. Darauf ist das weiße Logo der IG Metall zu sehen. Davor haben sich die Teilnehmenden des Wanrstreiks aufgereiht. Viele halten rote Fahnen in der Hand auf denen das Logo der IG Metall in schwarz und gelb zu sehen ist. Sie halten ein Banner in der Hand. Darauf ist zu lesen: "Dafür streiten wir. Acht Prozent jetzt. Solidarität gewinnt." Im Hintergrund ist die Firma NSI Präzisionsteile in Lörrach zu sehen.  (Foto: SWR, Katharina Seeburger)
Die IG Metall hat am 3. November 2022 die Beschäftigten der NSI Präzisionsteile in Lörrach zum Warnstreik aufgerufen. Katharina Seeburger

Eine Frau sagte, sie sei zum ersten Mal bei einem Streik dabei. Bislang hielt sie für sich Streiks für nicht nötig, da ihr das Gehalt immer gereicht hatte. Doch mit den steigenden Preisen habe sie immer weniger Geld übrig und wolle etwas dagegen tun.

Andere haben in Lörrach aus Solidarität am Streik teilgenommen. Ein Mann berichtete, seine finanzielle Situation sei noch in Ordnung. Aber er sei aus Solidarität mit denen da, deren Gehalt im unteren Bereich liegt.

IG Metall mit Beteiligung am Streik in Lörrach zufrieden

Die Gewerkschaftssektretärin der IG Metall in Lörrach, Yvonne Sotorrios, ist mit der Beteiligung am Warnstreik zufrieden. Auch innerhalb der Friedenspflicht sei die Beteiligung in Lörrach und Freiburg bereits groß gewesen. Beschäftigte hätten Foto- und Unterschriftenaktionen gestartet, um den Arbeitgebern zu zeigen, dass sie die acht Prozent mehr Gehalt möchten.

Warnstreik vor NSI (Foto: SWR, Katharina Seeburger)
Yvonne Sotorrios ist Gewerkschaftssekretärin der IG Metall in Lörrach. Katharina Seeburger

Sotorrios geht davon aus, dass die Forderung der Gewerkschaft am Ende angenommen wird. "Die Wirtschaft steht gut da und das ist der Verdienst der Beschäftigten", sagt Sotorrios. Die IG Metall fordert acht Prozent mehr Gehalt auf zwölf Monate. Die Arbeitgeber bieten bislang eine Prämie in Höhe von 3.000 Euro auf 30 Monat.

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