Waldshuter Impfbus: Corona-Impfung schnell und einfach (Foto: SWR, Laura Könsler)

Große Nachfrage und gute Stimmung

Waldshuter Impfbus: Corona-Impfung geht schnell und einfach

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Im Landkreis Waldshut kommt die Impfung auf Rädern. Ein Impfbus-Team fährt seit Anfang August die Gemeinden ab und impft die Menschen direkt vor Ort.

Kommen die Menschen nicht zum Impfen ins Kreisimpfzentrum, dann kommt die Impfung eben zu den Menschen - und zwar im Landkreis Waldshut mit einem kleinen Bus. Mit dem sogenannten Impfbus wird die Corona-Impfung direkt vor Ort zu einer unkomplizierten Sache, von denen bislang mehr als 900 Menschen Gebrauch gemacht haben.

Vor dem Vereinsheim des SV Laufenburg warten einige Impfwillige. Manche haben sich mit ihrem gelben Impfausweis in den Schatten geflüchtet, andere genießen noch ein Eis, bevor es die Spritze in den Oberarm gibt. Der Arzt Volker Roth, der mit dem Impfbus vor Ort gekommen ist, bespricht mit den Wartenden die Wirkungsweise der Impfstoffe und klärt über mögliche Nebenwirkungen auf: "Zwei Wochen keine körperliche Belastung für den Arm - sie dürfen ihrer Frau in der Küche helfen - kein Problem." Mit dieser Antwort ruft er Gelächter hervor. Ein Mann wollte wissen, wie lange er den Arm nicht belasten dürfe.

Impfbus sorgt für große Nachfrage und gute Stimmung

Die Stimmung unter den Impfwilligen ist gut, auch wenn die Menschen warten mussten – denn der Impfbus war zuvor in Jestetten. Dort war die Nachfrage aber so groß, dass der Bus zu spät loskam. "Der Impfbus wird sehr gut angenommen und wir sind sehr zufrieden", erklärt René Reformat. Er arbeitet seit Mitte Juli im Kreisimpfzentrum und begleitet den Impfbus, der aussieht wie ein kleines Wohnmobil, auf seiner Tour durch den Landkreis.

Mehr als 900 Menschen haben sich vom Impfbus-Team schon impfen lassen, erzählt Reformat weiter: "Das sind verschiedene Gründe. Für manche hat es einen logistischen Grund, etwa in Herrischried. Dort ist für viele der Weg einfach zu weit ins Impfzentrum und zurück. Andere fühlen sich jetzt, wohl wegen der angekündigten Maßnahmen, doch in der Lage sich impfen zu lassen. Das sind so die zwei Hauptgründe."

Impfbus vor Ort motiviert zu spontaner Impf-Entscheidung

Und so ist es auch in Laufenburg. Je näher das Impfangebot rückt, desto spontaner können sich die Menschen dafür entscheiden. Was sagen die Umstehenden dazu? "Das ist für mich am einfachsten", sagt ein Mann und eine Frau ergänzt: "Weil es für mich unkompliziert ist - direkt um die Ecke von der Arbeit - und ich bisher keinen Termin machen wollte und konnte." Ein Ehepaar hat "die Möglichkeit grad genutzt, wenn er schon vor Ort ist", ein weiterer Mann auch. Er hatte für sich "bis jetzt noch nicht die Not gesehen, aber wegen der 3Gs wird man auch irgendwie rein gezwungen. Vor allem wäre es unfair den Geimpften gegenüber."

"Ich hätte noch gewartet, aber meine Frau will, dass ich mich impfen lasse. Und da wir gerne und viel auf Reisen oder essen gehen - dazu muss man jetzt stehen."

13-Jähriger will mit dem Impfbus "auf die sichere Seite"

Unter den Impfwilligen ist auch der 13-jährige Ian Ebner, für seine Altersgruppe wurde die Impfung erst vor kurzem freigegeben. Er hat länger als seine Eltern warten müssen und mit Blick aufs neue Schuljahr hat er sich für eine Impfung entschieden: "Ich weiß halt nicht, wie es in der Schule abgeht, was da für neue Regeln auftauchen. Deswegen lasse ich mich jetzt impfen und danach bin ich auf der sicheren Seite."

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