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Architektur und Programmierung von Software bringt eine Architektin aus Tuttlingen mit ihrem Team zusammen. Weil es dafür kein Unternehmen gab, gründete sie kurzerhand eines.

Die große schwere Virtual Reality Brille aufsetzen, Konsolen in die Hände und schon steht die SWR-Reporterin auf dem Dach einer alten Uhrenfabrik. Sie kann Balken bewegen und die Farbe von Wänden verändern. Was sich für sie anfühlt wie ein Spiel, macht Andreea Ion Cojocaru beruflich. "Wir versuchen Architektur und Softwareprogrammierung zusammenzubringen", sagt die 38-Jährige.

Ungewöhnliche Herangehensweise

Die Herangehensweise, beide Bereiche zu kombinieren, ist unkonventionell. "Leute, die Architektur studieren, haben normalerweise keine Ahnung von Programmierung und andersherum", beschreibt Andreea Ion Cojocaru ihre Arbeit.

Die Arbeit mit Virtual Reality hat für die Architektin und Unternehmerin zwei große Vorteile. Zum einen könne so trainiert werden, mit schweren Maschinen umzugehen. Und beim Hausbau lasse sich die Technik gut einsetzen: "Nur so kann man Schatten verstehen und Abstände bestimmen."

Schwierigkeiten bei der Gründung des Unternehmens

Vor zwei Jahren hat die Architektin das Unternehmen Numena in Tuttlingen gegründet. Anfangs lief nicht alles glatt: "Der Bereich Virtual Reality ist ganz neu - und Deutsch ist nicht meine Muttersprache", sagt Andreea Ion Cojocaru. Und als Frau in dem technischen Bereich ist sie noch immer eine Ausnahme. Anhören, dass Frauen nicht programmieren könnten, muss sie sich noch immer. Aber sie lässt sich davon nicht beeindrucken, sagt sie. Cojocarus nächstes großes Ziel: Eine Software zu veröffentlichen, die Virtual Reality und Architektur zusammenbringt – das wäre dann die erste weltweit.

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