STAND
AUTOR/IN
ONLINEFASSUNG

Wer auf Rennräder und Vintage steht, ist im Pedali Rennrad Service richtig. Daniel Willert ist Besitzer des Ladens und ein waschechter Fahrradnerd. Vor allem italienische Räder haben es ihm angetan.

Bis an die Decke des Pedali Rennrad Service in Freiburg stapeln sich alte Fahrrad-Rahmen italienischer Topmarken. Namen wie "Gianni Motta", "Campagnolo" und "Bianchi" hören sich nicht nur schön an, sondern lassen sich auch gut sehen. In den 70er und 80er Jahren legten die Radhersteller großen Wert auf optische Attribute. Airbrush-Künstler durften sich an den Rahmen austoben, Perlmuttlacke hatten Konjunktur und viel, sehr viel, Chrom kam zum Einsatz. Herausgekommen sind Designs, die das Auge noch heute magisch anziehen.

"Das ist schon mehr Kunstwerk, als Fahrrad."

Daniel Willert, Pedali Rennrad Service, Freiburg

Räder zusammenschrauben nach Baukastenprinzip

Nur die Technik der Drahtesel ist meist nicht mehr zeitgemäß. Das zeigt sich an Teilen wie der sogenannten Heldenkurbel. Sie findet sich bei einem Großteil der alten Zweiräder und sorgt für eine extrem schwergängige Übersetzung. "Da muss man schon ein echter Held sein, um die Berge hoch zu kommen", erzählt Willert. Aus diesem Grund hat sich der 39-Jährige darauf spezialisiert, die Räder nach heutigen Standards umzubauen. Ein Art Baukastenprinzip hilft dabei jedem Kunden sein individuelles Wunschrad zusammenzustellen.

Pedali Rennrad Service ist mehr als nur Verkaufsstelle

Eine Sofalounge und ausgelegte Fachmagazine der 70er Jahre laden zum Verweilen und Fachsimpeln ein. Die elektronischen Melodien von Kraftwerk säuseln durch die Werkstatt – selbstverständlich vom Plattenspieler. Wenn es einen Himmel für Liebhaber von Vintage-Rennrädern gibt – so oder so ähnlich wird er aussehen. Die Zukunft seines Ladens geht Daniel Willert entspannt an: "Mir geht es nicht darum so viele Räder, wie es geht unter die Leute zu bringen". Statt auf Quantität möchte er nämlich auf Qualität setzten.

STAND
AUTOR/IN
ONLINEFASSUNG