Fridays for Future Demo in Freiburg (Foto: SWR, Sophie Hochhauser)

Mit mehr als 5.000 Teilnehmenden

Große Fridays for Future-Demo in Freiburg

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Dinah Steinbrink
Jasmin Bergmann

Auf der ganzen Welt gehen junge Leute für Klima und Frieden auf die Straße. Ihr Motto: "People not Profit". Auch in Südbaden gibt es viele Demos - die größte im Land in Freiburg.

Auf der ganzen Welt, auch in Baden-Württemberg, gehen Menschen mit Fridays for Future auf die Straße - für eine fossilfreie, friedliche und lebenswerte Zukunft unter dem Motto "People not Profit". Katharina Lemp, Sprecherin von Fridays for Future in Freiburg zum Motto: "Das bedeutet, dass wir in einer Welt leben, in der die Regierungen Profite über Menschen stellen. Es gibt unfassbar viele Ungerechtigkeiten. Das hat auch mit Klimagerechtigkeit zu tun."

Angesichts des Krieges in der Ukraine wollen die Teilnehmenden außerdem unter dem Motto "Peace and Justice" demonstrieren. Greta Waltenberg ist Studentin und Sprecherin von Fridays for Future in Freiburg: "Heute fordern wir insbesondere schnell aus den fossilen Energieträgern auszusteigen und dahingehend konkrete Maßnahmen zu treffen. Einerseits um aufzuhören, Putins Angriffskrieg auf die Ukraine zu finanzieren und andererseits, um aufzuhören, die Klimakrise zu befeuern.“

12:41 | #PeaceAndJustice #fr2503 Yana von der Deutsch Ukrainischen-Gesellschaft macht klar, dass wir unsere Abhängigkeit Kohle, Öl und Gas beenden müssen. https://t.co/HRPPA4As4l

Mehr als 5.000 Menschen kommen in Freiburg zusammen

Nach Angaben der Organisation findet die größte Demonstration in Baden-Württemberg in Freiburg statt. Mehr als 5.000 Menschen haben sich hier nach Polizeiangaben versammelt, um gemeinsam zu demonstrieren. Start war um 12 Uhr an der Friedrichstraße. Danach sind die Demonstrierenden durch die Innenstadt gezogen, unter anderem durch die Kaiser-Joseph-Straße. Die Demo endete wieder an der Friedrichstraße. Es gibt ein Hygienekonzept. Die Veranstalter wiesen darauf hin, dass alle Abstand halten und Maske tragen müssen. Sie riefen dazu auf, FFP2-Masken zu nutzen.

Umfrage unter den Freiburger Demonstrierenden: Wieso gehen Sie auf die Straße?

"Weil ich enorme Angst vor unserer Zukunft habe."

"Für mich wäre es das Schlimmste, tatenlos zuzusehen."

"Wir hoffen, dass das Thema jetzt, nach Corona, wieder wichtiger wird."

Fridays for Future Demo in Freiburg (Foto: SWR, Jessica Hans)
Rund 8.000 Menschen sind in Freiburg mit Fridays for Future auf die Straße gegangen Jessica Hans Bild in Detailansicht öffnen
Omas for Future sind ebenfalls bei der Demo dabei Jessica Hans Bild in Detailansicht öffnen
Die FFF-Demonstrierenden ziehen durch die Freiburger Innenstadt Sophie Hochhauser Bild in Detailansicht öffnen
Viele tragen selbstgemalte Plakate und Banner bei sich Sophie Hochhauser Bild in Detailansicht öffnen
Kinder, Jugendliche und Erwachsene haben sich der Demonstration an diesem Freitag angeschlossen Sophie Hochhauser Bild in Detailansicht öffnen
Sie demonstrieren dieses Mal nicht nur fürs Klima, sondern auch für Frieden in der Ukraine Dinah Steinbrink Bild in Detailansicht öffnen
Die Demo in Freiburg soll die landesweit größte sein Sophie Hochhauser Bild in Detailansicht öffnen

1.000 Teilnehmende in Lörrach erwartet

Auch in anderen Städten plant die Klimaschutzorganisation Demonstrantionen. In Lörrach rechnen die Organisatoren bei der Demo am Mittag mit rund 1.000 Teilnehmenden. Die Jugendlichen werden dabei von Parents for Future, Gandparents for Future und dem Lörracher Runden Tisch Klima unterstützt. Auch hier wollen sich die Demonstrierenden für einen Importstopp von russischem Gas und Öl einsetzen. Dies sei für eine klimagerechte Welt notwendig, so die Sprecherin der Lörracher Friday for Future-Aktionsgruppe, Leandra Metzner.

"Klimagerechtigkeit vereint all diese Dinge, für die man auch gerade in Bezug auf die Ukraine einsteht, wie beispielsweise Frieden."

Auf einem Platz sitzen Jugendliche beisammen und bemalen Plakate. (Foto: SWR, Laura Könsler)
Eine Gruppe in Lörrach bereitet Schilder und Banner für die Demo vor Laura Könsler

Demonstrationen in Offenburg, Villingen-Schwenningen und Waldshut

Auch in anderen Städten planen die jeweiligen Ortsgruppen von Fridays for Future Demonstrationen. Die erste Demo hat um 11:00 Uhr in Offenburg (Ortenaukreis) begonnen. Treffpunkt war am Marktplatz, anschließend sind die rund 230 Demonstrierenden durch die Innenstadt gezogen. Am Schillerplatz gab es eine Kundgebung. Das Routen-Ende war wieder am Marktplatz. Laut Polizei verlief bisher alles friedlich.

In Villingen-Schwenningen haben sich die Demonstrierenden um 12:00 Uhr am Bahnhofsvorplatz getroffen. Sie sind dann in Richtung Münster gezogen. Auf Instagram erklärt die Ortsgruppe: "Ob bei Ausbeutung, Vertreibung, Abholzung, Ölverschmutzungen oder bei globalen Ungerechtigkeiten: Die Ursache ist meist, dass Profite über Menschen gestellt werden. Das muss ein Ende haben!" So würden zum Beispiel "laufend unvorstellbare Mengen an Waldflächen abgeholzt und damit unsere Lebensgrundlagen für den Profit einiger weniger vernichtet". Die Demonstration in Waldshut-Tiengen (Landkreis Waldshut) startet als letzte in der Region um 19:30 auf dem Viehmarktplatz.

Aktionen auch in kleineren Städten in Südbaden

Und auch in kleineren Städten in Südbaden wollen die Jugendlichen auf die Straße gehen: Zum Beispiel in Bad Säckingen (Landkreis Waldshut) ab 12:15 am Münsterplatz, in Staufen im Breisgau (Landkreis Breisgau Hochschwarzwald) um 16:00 Uhr am Schladerer Platz und in Oberkrich (Ortenaukreis) auf dem Marktplatz um 14:00 Uhr.

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