Benjamin Kiefer aus Buchenbach spielt sein Computerspiel "Revita", um es auf Fehler zu überprüfen (Foto: SWR, David Kölsch)

Als Bestes Indie-Game prämiert

Videospiel Revita: Entwickler aus Buchenbach gewinnt Preis

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Paulina Flad

Der 23-jährige Benjamin Kiefer entwickelt hauptberuflich Videospiele. Nun erhielt er für sein erstes Spiel einen Entwicklerpreis.

Seit drei Jahren entwickelt Benjamin Kiefer aus Buchenbach (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) hauptberuflich Videospiele. Sein erstes Computerspiel hat er mit sieben Jahren gespielt. Schon sehr früh wollte er seine eigenen Ideen umsetzen. Vor sechs Jahren hat er angefangen an "Revita" zu tüfteln. Zuerst allein. Vor drei Jahren konnte er einen Publisher auf sein Spiel aufmerksam machen, der es seitdem finanziert. Mittlerweile leitet der 23-Jährige ein Team: fünf Mitarbeitende perfektionieren "Revita" - auf der ganzen Welt verteilt.

Bestes Indie Game: Videospiel Revita ist ein Erfolg

Anfang Dezember 2022 wurde "Revita" beim Deutschen Entwicklerpreis für Computerspiele als "Bestes Indie Game" ausgezeichnet. Dotiert war der Preis mit 12.000 Euro. Für Benjamin ist das eine Bestätigung für das, was er tut: "Dass da auch etwas dran ist, es nicht nur ein Hobby-Projekt ist, wie es sich vorher angefühlt hat. Sondern, dass da eine ganze Industrie hintendran ist - auch in Deutschland - die das Ganze unterstützt."

Spieler schätzen tiefgehende Story des taktischen Spiels

"Revita" ist ein taktisches Spiel. Es geht um eine kleine Figur mit blauen Haaren, die jemanden verloren hat. Ihr sollen die Spieler dabei helfen, ihre Trauer zu bewältigen und ihre Erinnerung wieder zu erlangen. Immer wieder bekommt Benjamin Nachrichten von Spielern, die schreiben, dass ihnen die Geschichte nahe ging. Für ihn sei das "einfach unschlagbar".

Hoher Aufwand macht sich für den Entwickler bezahlt

Seine Eltern sind stolz auf Benjamin und auch ein bisschen erleichtert: Die viele Arbeit zahlt sich aus - momentan kann Benjamin davon leben. Dafür sitzt er aber 60 Stunden in der Woche Tag und Nacht vor dem Computer. Seine Eltern bekommen ihn nur selten zu Gesicht. Das soll sich ändern: Sein nächstes Projekt will Benjamin noch strukturierter und professioneller angehen. Der Entwickler hofft, dass auch das nächste Videospiel erfolgreich wird und er weiterhin auf eigenen Beinen stehen kann.

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