Zwei Menschen in Sanitäteruniform stehen vor einem Rettungswagen.  (Foto: SWR, Sebastian Bargon )

Engpass mit Folgen für Patienten

Corona beim Rettungspersonal: DRK Emmendingen muss priorisieren

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Sebastian Bargon
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Paula Zeiler

Trotz Schutzmaske und Abstand - beim Deutschen Roten Kreuz in Emmendingen ist die Zahl von Corona-Infizierten Mitarbeitern hoch.

Trotz aller Schutzmaßnahmen steigt die Zahl der Corona-Infektionen bei den Mitarbeitenden des Deutschen Roten Kreuzes, DRK, in Emmendingen von Tag zu Tag, aufgrund von längeren Quarantänephasen und Krankheitszeiten von bis zu 20 Tagen. Die Urlaubszeit verschärft die Personalsituation zusätzlich.

Personalausfälle haben Folgen für die Patienten

Die Ausfälle vieler Rettungssanitäter haben auch Auswirkungen für die Patienten, bestätigt die Leitstellen-Disponentin Nicole Limberger. Allein am Montag fehlten in Emmendingen sechs Krankenwagen (Anm. der Red. hier stand ursprünglich Rettungswagen). Folgen sind unpünktliche Transportfahrzeuge und Wartezeiten von mindestens zwei Stunden. Von der knappen Personalsituation sind vor allem Patienten betroffen, die Arzt- oder Dialysetermine haben oder ins Krankenhaus müssen. Die fehlenden Einsatzfahrzeuge führen aber auch zu Problemen bei der Notfallrettung: Im Ernstfall muss die Leitstelle priorisieren, zu wem der Rettungsdienst zuerst fährt.

"Wir müssen beim Notdienst schon priorisieren, wer zuerst das Fahrzeug bekommt."

Die Leitstellen-Disponentin im Interview:

"Gerade was Bagatellen angeht, da wirklich mal selber tätig werden, bevor man bei uns anruft."

Notfallrettung trotzdem gewährleistet

Der Kreisgeschäftsführer des DRK, Alexander Breisacher betont, dass trotz erhöhtem Krankenstand und Urlaubszeit die Notfall-Rettung im Landkreis Emmendingen gewährleistet ist. Wie alle Mitarbeitenden im Gesundheitsdienst tragen auch die Rettungskräfte in Emmendingen Schutzmasken. "Das ist eine große Belastung für die Mitarbeitenden. Auch uns ist warm."

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