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Im Prozess um eine weitere angebliche Gruppenvergewaltigung in Freiburg sind die drei Angeklagten vom Hauptvorwurf freigesprochen worden. Aussagen der Nebenklägerin seien widersprüchlich.

Deshalb habe die Kammer nicht sicher feststellen können, was in der möglichen Tatnacht geschehen sei, sagte der Vorsitzende Richter am Landgericht Freiburg, Stefan Bürgelin, am Freitag.

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Verurteilung wegen anderer Straftaten

Wegen anderer Delikte wurden zwei der drei Männer jedoch verurteilt: Einer erhielt unter anderem wegen versuchter sexueller Nötigung und gefährlicher Körperverletzung eine Haftstrafe von eineinhalb Jahren, der andere muss eine Geldstrafe wegen Drogenvergehen zahlen.

Zwei der drei Angeklagten bereits wegen ähnlicher Vorwürfe verurteilt

Angeklagt waren vor dem Freiburger Landgericht drei Männer im Alter von 24 und 25 Jahren. Die Staatsanwaltschaft hatte ihnen ursprünglich vorgeworfen, im September 2017 die damals 20 Jahre alte Frau in einer Wohnung gemeinschaftlich vergewaltigt zu haben.

Besondere Brisanz hatte das Verfahren, weil zwei der drei Beschuldigten bereits wegen ähnlicher Vorwürfe verurteilt wurden: Sie waren nach Überzeugung des Gerichts an der Serienvergewaltigung einer damals 18-Jährigen vor einer Freiburger Diskothek auf dem Hans-Bunte-Areal im Jahr 2018 beteiligt. Die Urteile sind jedoch noch nicht rechtskräftig.

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