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Eigentlich sollte längst der Abschlussbericht der Kommission "Macht und Missbrauch" des Erzbistums Freiburg vorliegen. Doch die Maßnahmen gegen Corona haben die Arbeit der Kommission erheblich erschwert.

Vor zwei Jahren wurde die Kommission "Macht und Missbrauch" des Erzbistums Freiburg ins Leben gerufen. Ihren Abschlussbericht konnte sie aber noch nicht - wie vorgesehen - vorlegen, weil sich die Arbeitsgruppen wegen der Corona-Pandemie nicht treffen konnten. Die Arbeitsgruppe Aktenanalyse etwa konnte coronabedingt keine Zeuge vernehmen, die als Risikopatienten eingestuft wurden. Trotzdem legte der Freiburger Erzbischof Stephan Burger jetzt einen Zwischenbericht vor. Demnach wurden bisher 40 bis 50 Befragungen durchgeführt. Außerdem wurden für weniger als zehn Personen empfohlen, sie fortlaufend zu überprüfen.

Zwei wichtige Entscheidungen hinsichtlich der weiteren Aufarbeitung des Missbrauchs innerhalb der Erzdiözese Freiburg gibt es. Zum einen will das Erzbistum einen Betroffenen-Beirat einrichten. Die Ausschreibung dafür soll demnächst erfolgen. Und es soll eine weitere "Unabhängige Kommission für sexuellen Missbrauch" geben. Dies ergab sich aus Gesprächen mit dem "Unabhängigen Beauftragten für Fragen des Sexuellen Kindermissbrauch" der Bundesregierung, Rörig, so Erzbischof Burger. Die neue Kommission soll Anfang nächsten Jahres ihre Arbeit aufnehmen und etwa fünf Jahre bestehen. Auch Betroffene sollen an dieser Kommission beteiligt werden.

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