Umsetzung der Maßnahmen

So funktioniert die Corona-3G-Regel in Freiburg

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AUTOR/IN
Julian Limmer
ONLINEFASSUNG
Dorothee Soboll
Dorothee Soboll, SWR Studio Freiburg (Foto: SWR)

Geimpft, genesen, getestet: Die 3G-Regel soll dafür sorgen, dass sich weniger Menschen mit dem Corona-Virus infizieren. Aber wie sieht die Umsetzung aus? Wird der Nachweis geprüft?

Tagesroutine im Wirtshaus "Goldener Anker" in Freiburg: Volker Schneider zieht die Jalousien nach oben. Vor der Tür platziert der Wirt einen Aufsteller. Darauf stehen alle Corona-Regeln, die seine Gäste beachten müssen - auch die 3G-Regel. Das gehört in diesen Zeiten einfach dazu. Schneider findet sie richtig, auch um seine Mitarbeiter zu schützen. Sie zu kontrollieren, sei allerdings nicht immer einfach, sagt er.

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Schon bei der Reservierung sagt Volker Schneider seinen Gästen, dass sie nachweisen müssen, getestet, geimpft oder genesen zu sein. Wer kein Zertifikat mitbringt, muss draußen bleiben. Das Problem: Nicht alle wollen das akzeptieren. Geldstrafen können hoch ausfallen, wenn ein Betreiber nicht kontrolliert, da können zwischen 500 und 10.000 Euro zusammenkommen. Trotzdem nehmen es nicht alle so genau wie Volker Schneider.

Keine flächendeckenden Kontrollen

Alexander Hangleiter vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) in Freiburg erhält gemischte Rückmeldungen. Solche Erfahrungen haben auch einige Freiburgerinnen und Freiburger gemacht. Die Stadt Freiburg führt keine flächendeckenden Kontrollen durch, ob die Regeln eingehalten werden, teilt ein Sprecher der Stadt mit. Kontrolliert werden Betreiber von Kinos, Fitnesscentern, Gaststätten und Diskotheken nur, wenn ein konkreter Verdacht vorliegt. Alexander Hangleiter appelliert jedoch an seine Kollegen, gründlich zu sein - denn es steht viel auf dem Spiel.

Noch strengere Regeln?

Auch Wirt Volker Schneider macht sich manchmal Sorgen, dass noch strengere Regeln kommen werden. Vor allem jetzt, wo der Winter kommt. Doch bis Besserung in Sicht ist, will er alle Regeln mittragen.

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