Blick in die Notunterkunft Schönau, eine Turnhalle, in der etwa 80 ukrainische Geflüchtete untergebracht sind  (Foto: SWR, Katharina Seeburger)

Notunterkunft für 80 Menschen

Heimat auf Zeit: Geflüchtete aus der Ukraine in Schönau

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Seit einer Woche sind ukrainische Geflüchtete in einer Turnhalle in Schönau im Kreis Lörrach untergebracht. Dort angekommen ist auch Kateryna Zakharchenko mit ihrer Tochter und ihrer Mutter.

An der Decke hängen noch die Turnringe, an den Wänden die Basketballkörbe und mittendrin trennen Planen und Bauzäune 30 Schlaflager ab. Etwa 80 Menschen aus der Ukraine befinden sich aktuell in der Notunterkunft in Schönau. Darunter ist Kateryna Zakharchenko, die mit ihrer Mutter und ihrer achtjährigen Tochter aus der Landeserstaufnahmestelle in Freiburg kommt.

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Keine Privatsphäre in der Turnhalle

In dem "Zimmer" von den Zakharchenkos stehen Stockbetten, dazwischen schmale Metallschränke, neben dem Eingang liegt eine Bierbank. Mehr Platz ist nicht. "Ich schlafe mit meiner Tochter zusammen in einem Bett", sagt Kateryna Zakharchenko. In der Halle seien ständig Stimmen zu hören, Babys schreien. Privatsphäre habe man dort nicht, sagt sie.

Kateryna Zakharchenko ist mit ihrer Tochter und ihrer Mutter aus der Ukraine geflüchtet (Foto: SWR)
Kateryna Zakharchenko ist mit ihrer Tochter und ihrer Mutter aus der Ukraine geflüchtet

Jederzeit bereit zum Umzug in eine andere Unterkunft

Das Wenige an Gepäck, das sie mitgebracht haben, liegt unter den Betten. Sie haben noch nicht ausgepackt, um schnell in eine private Unterkunft ziehen zu können, falls eine frei wird.

Blick in die Notunterkunft Schönau, eine Turnhalle, in der etwa 80 ukrainische Geflüchtete untergebracht sind  (Foto: SWR, Katharina Seeburger)
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Corona schränkt zusätzlich ein

Als wäre der Krieg in der Ukraine nicht schon schlimm genug, bereitet den Organisatorinnen und Organisatoren vom Landkreis Lörrach eine weitere Sache Sorgen: die Corona-Pandemie. Viele Menschen sind hier auf engstem Raum zusammen. In der Halle gilt die 3G-Regelung, auf den Gängen herrscht Maskenpflicht. Nicht alle halten sich daran, viele Geflüchtete sind nur zweimal geimpft.

Das Thema Corona ist für Kateryna und ihre Familie ganz weit weg: "Wir hoffen, irgendwann nach Hause gehen zu können. Dass der Krieg vorbei ist und wir unser Land wieder aufbauen können."

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