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Mit Sorge hat die Branche nach der ersten Corona-Welle auf die Urlaubssaison geblickt. Doch die Zahlen aus der Region zeigen, dass eine Besserung in Sicht ist.

Sabine Becherer betreibt seit 16 Jahren das Modehaus trés chic am Titisee (Breisgau-Hochschwarzwald). Das Jahr 2020 wird sie so schnell nicht vergessen: "Diese Saison war schon herausfordernd, zweieinhalb Monate fast nichts. Die Schweizer und Luxemburger fehlen, es gibt weniger internationales Publikum. Aber wir kommen trotzdem mit einem blauen Auge davon." Ein Grund für ihren Optimismus ist der starke Zuwachs an deutschen Touristen.

Mitte März waren Hoteliers verzweifelt

Fast wäre Thorsten Rudolf, dem Leiter der Hochschwarzwald Tourismus GmbH, das Lachen vergangen. Denn Mitte März machte sich bei den Hoteliers wegen fehlender Gäste Verzweiflung breit. Aber seit Pfingsten steigen die Übernachtungszahlen kontinuierlich.

Trotzdem für manche ein miserables Jahr

Die Freiburger Tourismuschefin Franziska Pankow hält 2020 schon jetzt für ein miserables Jahr. Denn in Freiburg gab es bis Juni bei den Übernachtungszahlen Einbrüche von 80 bis 90 Prozent. "Das ist katastrophal. Uns fehlen wichtige Gästegruppen, die Geschäftsreisenden fehlen komplett, auch die Übersee-Touristen", so Pankow. Sie ergänzt: "Die Buchungen sind extrem kurzfristig, wir können das nur von Monat zu Monat sehen."

Ungebrochener Optimismus

Auch die Boutique-Betreiberin Sabine Becherer aus Titisee-Neustadt weiß nicht, was die Zukunft bringt. Aber ihren Optimismus lässt sie sich partout nicht nehmen: "Ich bin jetzt seit 16 Jahren dabei, hab schon viele Höhen und Tiefen mitgemacht, aber ich glaube, so etwas wie dieses Jahr möchte keiner mehr mitmachen. Wir hoffen einfach das Beste, auch für dieses Jahr noch", sagt Becherer.

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