Blumenbeete und Grünanlagen auf der Landesgartenschau.  (Foto: SWR)

Intelligente Bewässerung

So spart die Landesgartenschau in Neuenburg Wasser

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Sebastian Bargon und Paula Zeiler

Dank intelligenter Bewässerung braucht die Landesgartenschau in Neuenburg vergleichsweise wenig Wasser für ihre Pflanzen. So funktioniert's.

Die Pflanzen der Landesgartenschau in Neuenburg brauchen dieses Jahr vermutlich 20.000 Kubikmeter Wasser. Das klingt viel. Nur zum Vergleich: die Produktion einer Jeans benötigt 6.000 bis 10.000 Liter Wasser, also 6 bis 10 Kubikmeter.

Blumenbeete und Grünanlagen auf der Landesgartenschau.  (Foto: SWR)
40.000 Blumen und 500 Sträucher wachsen bei der Landesgartenschau.

Für die Bewässerung des Geländes wurde eigens ein Grund- und Brauchwasserbrunnen angelegt. Aus diesem dürfen jährlich 50.000 Kubikmeter Wasser entnommen werden. Für dieses Jahr rechnet Geschäftsführer Nils Degen mit weniger als der Hälfte: rund 20.000 Kubikmetern. Der Vorteil eines Brunnens: nahegelegenen Flüssen, wie dem Rhein, muss kein Wasser entnommen werden.

Beete und Grünanlagen auf der Landesgartenschau  (Foto: SWR)
Geschäftsführer Nils Degen auf den Rheinterrassen.

Schon bei der Vorplanung der Landesgartenschau hat sich Degen und sein Team mittels Wetterprognosen auf Hitze und Wasserknappheit eingestellt. So wurden frühzeitig Magerwiesen - Wiesen auf nährstoffarmen und trockenen Böden - angelegt. Nach zwei Vegetationsperioden sind sie sehr robust und können sowohl Trockenheit, als auch größere Wassermengen vertragen.

Japanischer Schnurbaum statt deutscher Kiefer

Auch achteten die Planer auf die richtige Pflanzenauswahl. Anstelle von Kiefern blühen in Neuenburg nun Japanische Schnurbäume. Die Staudenpflanzen wurden schon ein Jahr vor Beginn der Landesgartenschau gepflanzt, damit sie genug Zeit zum Entwickeln hatten.

Blumenbeete und Grünanlagen auf der Landesgartenschau.  (Foto: SWR)
Klare Kriterien: Der Japanische Schnurbaum braucht weniger Wasser als die deutsche Kiefer.

Intelligente Bewässerung

Die Bewässerung erfolgt auf dem Gelände größenteils automatisch, über sogenannte Tröpfchenschläuche. Diese haben den Vorteil, dass die Hecken und Staudenpflanzen zielgerichtet an der Wurzel bewässert werden können und dadurch kein Wasser verschwendet wird. Eine weitere Möglichkeit zum Wasser Sparen ist mulchen. Dadurch komme das ganze Wasser direkt an die Pflanzen, so Degen.

Blumenbeete und Grünanlagen auf der Landesgartenschau.  (Foto: SWR)

Tipps vom Pflanzendoktor

Alexia Wissler ist mit ihrem Team für die Geländepflege zuständig. Sie empfiehlt, immer den passenden Standort für die Pflanzen auszusuchen. Zum Beispiel stehen das Mädchenauge und der Bergsalbei gut in der direkten Sonne. Funkien brauchen hingegen Schatten und Wasser.

Sie brauchen noch Tipps für Ihren Garten Zuhause? Auf der Landesgartenschau hilft Ihnen gerne der Pflanzendoktor.

Beete und Grünanlagen auf der Landesgartenschau  (Foto: SWR)
Auf der Landesgartenschau gibt es Tipps für Hobbygärtner.

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