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Weil wegen eines Erdrutsches kein Traktor hinkommt, werden kleine Wiesenflächen in der Wutachschlucht mit einem Aufsitz-Balkenmäher und vorgespannten zwei Pferde-Stärken gemäht.

Die ersten Sonnenstrahlen in der Wutachschlucht. Junior-Landwirt Simon Blattert aus Bonndorf-Dillendorf (Kreis Waldshut) führt Adele und Anni auf die andere Fluss-Seite. Ein Erdrutsch hat vor drei Jahren den einzigen Zufahrtsweg zerstört. Keine Chance mehr für einen Traktor. Deshalb müssen die Wiesen wie vor 100 Jahren wieder mit Pferden gemäht werden, sagt Blattert: "Als es noch keine Traktoren gab, hat man die Schwarzwälder hier gebraucht. Sie sind angepasst an die magere Futtergrundlage und an die steilen Hänge."

Die Wiesen waren über die Jahre ordentlich zugewuchert. Dank des tierischen Mäh-Einsatzes können jetzt hier auch wieder Orchideen und Trollblumen wachsen. Nach ersten Anlaufschwierigkeiten sind vier Schwarzwälder inzwischen ein eingespieltes Team.

"Pferde sind ja für etwas da. Es sind ja Nutztiere. Nicht nur zum Anschauen. Sie sind schön - aber sie dürfen auch was schaffen.“

Werner Blattert, Senior-Landwirt aus Bonndorf-Dillendorf
Tierischer Mäh-Einsatz in der Wutach-Schlucht (Foto: SWR)
Nach dem Balkenmäher ziehen die "Schwarzwälder" auch den Rechen

Ist die Wiese gemäht, wird das Heu zusammengerecht. Und auch das geht in der Wutachschlucht wie vor 100 Jahren: mit Aufsitz-Rechen und vorgespannten Schwarzwälder Pferden.

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