Mehrwertsteuer-Senkung lockt Elsässer zum Einkaufen in die deutsche Grenzregion (Foto: SWR, FR3)

Profitieren von französischer Kaufkraft

Teure Lebensmittel im Elsass kurbeln Einkaufstourismus an

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Lebensmittel sind in Frankreich im Schnitt so teuer wie nirgends in der EU. Das kurbelt den Einkaufstourismus im badischen Grenzgebiet ordentlich an.

Nach den jüngsten Erhebungen des europäischen Statistikamtes Eurostat sind Lebensmittel in Frankreich im Durchschnitt so teurer wie sonst nirgendwo im Rest der EU. Nach diesen Erhebungen zahlen Franzosen im eigenen Land 13 Prozent mehr für Lebensmittel, als in Deutschland. Wie hoch sind die Preisunterschiede wirklich?

Ein Reporter des französischen Fernsehens kauft einige der Lebensmittel ein, die Eurostat, das Statistikamt der EU, verglichen hat: Gemüse, Früchte und Fleisch. Er stellt fest: Sogar in Läden derselben Supermarktkette beträgt die Preisdifferenz für Gurken, Äpfel und Putengeschnetzeltes bis zu 22 Prozent.

Deutsche Supermärkte sind derzeit ein Magnet für Franzosen

"Während des Lockdown durften wir nur in Frankreich einkaufen. Da habe ich den Preisunterschied echt gespürt", sagt eine junge Frau. Ein Mann pflichtet ihr bei: "Ich kaufe in Kehl für eine ganze Woche ein und zahle 100 Euro. Kaufe ich dasselbe im Elsaß, zahle ich 250 Euro und im Einkaufswagen ist nichts drin."

Badische Grenzregion profitiert von Kaufkraft elsässischer Kunden

Zwischen Kehl und Straßburg floriert der Einkauftourismus über die Grenzen besonders gut. Solange die Preisunterschiede derart gravierend sind, profitieren in den Grenzregionen vor allem deutsche Supermärkte von der Kaufkraft der französischen Nachbarn.

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