Anrainer gehen juristische Schritte

Euroairport Basel-Mulhouse-Freiburg: Keine Einigung im Fluglärm-Streit

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Am Euroairport soll endlich ein Kompromiss her, der das Bedürfnis der Anrainer nach mehr Ruhe mit den wirtschaftlichen Interessen des Flughafens in Einklang bringt.

Es ist die allabendliche Geräuschkulisse für die Anwohner im elsässischen Bartenheim - etwa für Marie-Rose Scholer: "Jetzt ist es 23:30 Uhr. Das ist ein Frachtflugzeug, das Richtung Norden fliegt. Im Durchschnitt sind es sieben Stück jeden Abend unter der Woche." Die Anwohner wollen ein Nachtflugverbot zwischen 23 Uhr und sechs Uhr morgens. Für den Euroairport ist das wirtschaftlich inakzeptabel.


Nun soll ein Flugverbot zwischen 23 Uhr und Mitternacht beide Seiten zufriedenstellen. Claire Freudenberger, Euroairport Basel Mulhouse Freiburg: "Das wären 80 Prozent weniger Flugbewegungen. Das würde eine Lärmminderung von elf Dezibel im Süden bedeuten und von sechs Dezibel im Norden."

Während das Regierungspräsidium Freiburg den Vorstoß als einen Schritt in die richtige Richtung begrüßt, reicht das den französischen, deutschen und schweizerischen Anrainer-Verbänden nicht. Sie haben bereits juristische Schritte angekündigt.

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