Großes Ried im Elsass (Foto: SWR, France3)

Grundwasserpegel im Elsass sinkt Biodiversität im Großen Ried geht zurück

Die Artenvielfalt im Großen Ried - dem Gebiet zwischen Rhein und Ill südlich von Straßburg - geht zurück. Grund ist offenbar der sinkende Grundwasserpegel.

Das Überschwemmungsgebiet des "Grand Ried" nährt mehrere Flüsse. Es ist Heimat für viele Pflanzen und Tiere. Doch das Ried und seine Flüsse sind durch den andauernden Entzug des Grundwassers durch den Menschen bedroht.

Seit mehreren Monaten senken Ingenieure nun gezielt den Grundwasserspiegel, und beobachten die Auswirkungen. Die Tests sollen zeigen, welche Abhängigkeiten genau zwischen dem Grundwasser und den Flüssen bestehen. Zuverlässigere Daten könnten helfen, diese Flüsse besser zu schützen, glaubt die projektleitende Hydrologin, Elodie Giuglaris. Die Zeit drängt, denn seit 2015 ist die Anzahl der Insekten an diesen Flüssen stark zurück gegangen, was vermutlich mit dem niedrigeren Grundwasserspiegel zu tun hat. Die jetzige Studie soll helfen, Lösungen zu finden.

Dauer

Es ist der Versuch, alle unter einen Hut zu bringen: Landwirte, Wasserwerke, Gemeinden. Der Wasserexperte Serge Dumont ist allerdings der Auffassung, dass sich einige schneller bewegen müssten, als andere. Der Wissenschaftler beklagt die Monokultur in der Rheinebene, vor allem durch den Maisanbau: "Die wirtschaftlichen Errungenschaften sind nur für den Landwirt interessant. Wenn wir das gesellschaftlich betrachten, wenn wir die Auswirkungen für die Biodiversität sehen, die Wasserverschmutzung, dann muss ich sagen, nein, wir können nicht nur die Rentabilität für einen Sektor im Blick haben."

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