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In Freiburg herrscht ein Betretungsverbot auf allen Plätzen. Stehenbleiben und schauen ist auch nicht erlaubt. Wer von der Straßenkunst lebt, kann da eigentlich einpacken. Nicht so Philipp Müller und Joa Rüttinger.

Das Artistenduo will lachende Gesichter sehen, auch in Zeiten von Corona. Mit ihrer einmaligen Kunstperformance haben sie vergangene Woche in der Freiburger Innenstadt für Erheiterung gesorgt. Das Betretungsverbot und die aktuellen Einschränkungen im öffentlichen Leben haben Philipp Müller und Joa Rüttinger zu einer mobilen Straßen-Show inspiriert: Auf Kleinst-Zirkusrad und Rollschuhen trieben die beiden als schillernde Cowns allerlei Schabernack.

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Strenge Auflagen: Notfalls vor Publikum fliehen

Die Erlaubnis dafür mussten sie den Behörden allerdings mühsam abringen. Die Auflagen waren streng: Es galt, bei den Vorstellungen penibel Abstand zu wahren, Menschenansammlungen unbedingt zu vermeiden und notfalls vor ihrem Publikum zu fliehen. Ein Widerspruch zum eigentlichen Sinn von Straßenkunst? Eigentlich ja. Aber Philipp Müller und Joa Rüttinger geht es gerade jetzt darum, die Menschen zum Lachen zu bringen.

"Raus aus der Angst und rein in die Freude!"

Philipp Müller und Joa Rüttinger, Straßenkünstler

"Raus aus der Angst und rein in die Freude! Was bleibt uns übrig,“ so die beiden. Das Gebot der Stunde heiße: "Ihr Künstler, werdet kreativ.“ Unter diesem Motto nahm der Klamauk auf Rollschuhen und Mini-Zirkusrad in der Freiburger Innenstadt seinen Lauf. Allerdings durchgehend unter strenger Beobachtung der städtischen Ordnungshüter. Und klar war auch: diese Vorstellung sollte absolut einmalig bleiben.

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