STAND
AUTOR/IN

Dort übernachten, wo einst Tabakblätter trockneten und zu edlen Rauchgenüssen veredelt worden sind: In wenigen Wochen eröffnet in einer ehemaligen Tabak-Manufaktur in Straßburg ein neues Hostel.

Das Gelände der ehemaligen Tabak-Manufaktur in Straßburg hat einen gewissen "Industrie-Charme" und zieht auch viele Start-ups an. Noch muss aber einiges in der über 150 Jahre alten Fabrik saniert werden.

Die große Eingangshalle der alten Tabakfabrik in Straßburg wird von der Frühlingssonne regelrecht geflutet. Zwischen riesigen Fenstern und farbigen Säulen stehen schicke braune Ledersofas. Es gibt Stehtische für den schnellen Espresso, dahinter glänzt die meterlange Theke mit der nagelneuen Zapfanlage. Es ist der gastronomische Bereich von "The People Hostel", der neuen Übernachtungsmöglichkeit in Straßburg. "The People Hostel" ist Hotel-Betrieb mit Bar-Restaurant. Es gibt Schlafsäle im Jugendherberge-Stil, aber auch komfortable Doppelzimmer und exklusive Familien-Zimmer.

Neues Leben in alter Tabakfabrik in Straßburg (Foto: SWR)
Neues Leben in alter Tabakfabrik in Straßburg Bild in Detailansicht öffnen
Neues Leben in alter Tabakfabrik in Straßburg Bild in Detailansicht öffnen
Neues Leben in alter Tabakfabrik in Straßburg Bild in Detailansicht öffnen
Neues Leben in alter Tabakfabrik in Straßburg Bild in Detailansicht öffnen
Neues Leben in alter Tabakfabrik in Straßburg Bild in Detailansicht öffnen
Neues Leben in alter Tabakfabrik in Straßburg Bild in Detailansicht öffnen
Neues Leben in alter Tabakfabrik in Straßburg Bild in Detailansicht öffnen

Uni Straßburg mit Hörsälen in Tabakfabrik

Während im Hostel schon die Betten gemacht werden, müssen die künftigen Nachbarn noch eine Weile warten. Die Universität Straßburg soll hier zusammen mit der Staatlichen Hochschule für Wasser- und Umwelt-Ingenieurwesen einen Geowissenschaftlichen Schwerpunkt aufbauen. Um in den Gebäuden von 1849 modernste Labore, Büros und Hörsäle unterbringen zu können, haben die beteiligten Architekten in einigen Bereichen viel verändert. An anderen Stellen haben sie alte Substanz wieder sichtbar gemacht.

Künstler und Start-ups unter einem Dach

Wissenschaftler und Studierende aus dem Bereich Geowissenschaften ziehen Anfang kommenden Jahres ein. Ein Jahr später sollen Künstler der Haute École des Arts du Rhin dazu stoßen. Sie bekommen im Nord- und Osttrakt rund 4.500 Quadratmeter. Teil des Projekts sind aber auch zwei Akteure, die Straßburgs Start-up-Landschaft anschieben werden. "ACCROS" und "Semia" heißen die Gesellschaften. Ihr Job wird es sein, aus Wissen und Kreativität funktionierende Business-Pläne zu stricken.

STAND
AUTOR/IN