Elsass / Wittelsheim

Versiegelung von Giftmülldeponie Stocamine wird vorbereitet

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In dieser Woche sollen erste Vorbereitungen für eine mögliche Versiegelung der elsässische Giftmülldeponie Stocamine getroffen werden. Das berichtet die Zeitung „Dernieres Nouvelles d’Alsace“. Die Versiegelung der Deponie ist umstritten. In einem Haushaltsbeschluss von Sonntag steht, dass die französische Regierung mit 160 Millionen Euro für die Firma haftet, die Arbeiten durchführen soll. Noch im Oktober vergangenen Jahres hatte ein Gericht die Versiegelung wegen fehlender finanzieller Garantien gestoppt. Dieses Hindernis ist nun aus dem Weg geräumt, zum Ärger vieler Umweltverbände und Politiker im Elsass und in Südbaden. Der BUND südlicher Oberrhein sagte gegenüber dem SWR, dass Grundwasser vergiftet werden könne. Zudem sei nicht abschließend geklärt, welche Stoffe genau in der Deponie gelagert sind. Die Umweltorganisation Alsace Nature hat Einspruch gegen die Versiegelung eingelegt. Die Antwort stünde noch aus, so ein Sprecher des Vereins.

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SWR