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Steinens Bürgermeister Gunther Braun bedauert seine vorzeitige Impfung gegen das Corona-Virus. Er hatte sich Ende Dezember impfen lassen, obwohl er noch gar nicht an der Reihe gewesen ist.

Gunther Braun begründet seine vorzeitige Impfung damit, dass nach einem Impftermin im örtlichen Seniorenzentrum noch Impfdosen übrig geblieben waren. Er hatte sich wegen seiner vielen Kontakte "als potentiell gefährdet" eingestuft. Im SWR sagte er am Dienstag: "Rückblickend betrachtet ist es ein Fehler gewesen", für den er sich nun entschuldige.

"Die Diskussion muss man einfach führen: Ist es der richtige Weg, dass man sagt: 'Der Kapitän geht zuletzt von Bord' - was ich natürlich unterschreiben würde - oder heißt es: 'Der Feldherr geht voran in die Schlacht und zeigt, dass es der richtige Weg ist?" So sagt es Steinens Bürgermeister Gunther Braun jetzt und nennt es einen Fehler, dass er sich gegen Corona impfen ließ, ohne an der Reihe zu sein.

Rückblickend hätte er, so Braun, jedem anderen den Vortritt lassen sollen, zumal in seiner Gemeinde noch immer nicht alle Achtzigjährigen geimpft seien. Er bedauere seine Fehl-Entscheidung, einen Grund für den Rücktritt als Bürgermeister in Steinen (Landkreis Lörrach) sehe er infolge derer aber nicht.

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