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Anhaltender Schneefall hat am Donnerstagmorgen in den Kreisen Schwarzwald-Baar, Rottweil und Tuttlingen zu Verkehrsbehinderungen und Unfällen geführt. Im Kreis Rottweil sind wegen Schneebruchs mehrere Bäume umgestürzt.

Auf der B523 im Landkreis Tuttlingen waren schon am Donnerstagmorgen mehrere Lastwagen stecken geblieben. Seit dem Nachmittag fuhren in dem Landkreis keine Nahverkehrsbusse mehr. Im Kreis Rottweil kam es durch Schneebruch zu mehreren umgestürzten Bäumen. In der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg hat die Polizei allein bis zum Nachmittag 33 Unfälle registriert. Schwerverletzte gab es dabei nicht, es handelte sich zumeist um Blechschäden. Kaum ein Durchkommen gab es zwischenzeitlich auch auf der A81 zwischen Horb und Rottweil. Auch dort blieben Lastwagen liegen.

Streu-Fahrzeug bei Unterkirnach umgekippt

Zwischen Triberg und St. Georgen landete ein Lastwagen im Graben. Bei Unterkirnach kippte ein mit Streusalz beladener Lastwagen um. Bei Oberkirch im Ortenaukreis musste die B28 in Richtung Kehl zwischenzeitlich gesperrt werden. Dort hatte ein Pkw-Fahrer einem anderen die Vorfahrt genommen. Drei Autos stießen zusammen, ein weiteres Fahrzeuge landete bei einem Ausweichmanöver im Graben. Verletzte meldete die Polizei bisher nicht.

Ortenau-S-Bahn verunglückt - Bahnverkehr eingestellt

Wegen Schneebruchs an der Zugstrecke Hausach-Freudenstadt ist dort bis mindestens Freitag Früh der Bahnverkehr eingestellt. Am Donnerstagmittag war ein Zug der Ortenau-S-Bahn gegen einen umgestürzten Baum gefahren. Der Zug war aus Offenburg kommend in Richtung Freudenstadt unterwegs, so ein Sprecher der SWEG. Die Frontscheibe der Lock sei zu Bruch gegangen. Der Zugführer habe seine Fahrt aber noch bis ins zwei Kilometer entfernte Schiltach fortsetzen können. Von dort wurden die Fahrgäste per Bus-Notverkehr weiter transportiert. Für die aktuell ausfallenden Züge ist laut SWEG nur bedingt ein Schienenersatzverkehr möglich.

Viel Schnee in den Bergen - Glatteis in den Niederungen

Schnee und Glätte hatten schon am Mittwochmorgen den Verkehr im Hochschwarzwald und auch in den Niederungen in Südbaden beeinträchtigt. Alle Straßen in den Höhenlagen waren schneebedeckt, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Freiburg.

Lastwagen standen etwa auf der B317 bei Feldberg oder der B500 bei Höchenschwand im Südschwarzwald quer. Auch auf der B294 im Elztal (Kreis Emmendingen) kam ein Lkw wegen schlechter Ausrüstung nicht weiter. Überfrierende Nässe sorgte auch in den Niederungen für Probleme. So seien in Herbolzheim Straßen spiegelglatt gewesen, hieß es. Und auch im Stadtgebiet von Freiburg sei ein Wagen laut einem Polizeisprecher ins Schleudern gekommen. Schneeräum- und Streufahrzeuge seien weitgehend im Einsatz.

Straßenmeistereien seit Dienstag im Dauereinsatz

Auf dem Feldberg im Hochschwarzwald waren es bereits am Dienstagnachmittag laut Polizei rund 40 Lastwagen gewesen, die kreuz und quer auf der Fahrbahn standen. 15 Zentimeter Neuschnee lagen dort auf der Fahrbahn. Für den Schwerverkehr wurde die B317 gesperrt. Für Lastwagen bis 7,5 Tonnen und Pkw galt Schneekettenpflicht.

Auch im Nordschwarzwald, etwa auf der B500, der Schwarzwaldhochstraße oder auch auf der B28 vor Freudenstadt, sah die Situation ähnlich aus. Hier ging es zum Teil nur in Schrittgeschwindigkeit weiter. Bei Neuhausen im Enzkreis hatte sich ein Auto überschlagen. Die Insassen wurden leicht verletzt. Auch in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg meldete die Polizei glatte Straßen und mehrere Unfälle. vor allem mit Blechschäden. Die Straßenmeistereien waren im Dauereinsatz.

Schneebruch-Warnung für Schwarzwald-Baar-Kreis

Das Forstamt im Schwarzwald-Baar-Kreis warnt Waldbesucher aktuell vor Schneebruchgefahr. Zudem sollten die Wanderwege nicht verlassen werden. Die Warnung vor Schneebruch gilt für Waldbestände wie Wanderwege gleichermaßen. Unter der Schneelast könnten Baumkronen unvermittelt abbrechen und in die Tiefe stürzen, so das Forstamt.

Jungpflanzen und Wildtiere brauchen Schutz

Die Förster bitten auch darum, unbedingt auf den ausgewiesen Wegen zu bleiben. Auf vermeintlichen Freiflächen sind unter dem Schnee oft Jungpflanzen, die sonst zertreten würden. Zudem können Ausflüge ins Dickicht Wildtiere aufschrecken. Die brauchen derzeit aber dringend ihre Ruhe. Eine Energie raubende Flucht kann bei den Tieren rasch zum Erschöpfungstod führen.

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