Bürgerinitiative in Heitersheim wehrt sich gegen den Verkauf des Malteserschlosses an einen Investor (Foto: SWR, Jacqueline Grundig)

Entscheidung im Gemeinderat

Stadt Heitersheim kauft das Malteserschloss

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Die Stadt Heitersheim erwirbt das historische Malteserschloss für knapp fünf Millionen Euro. Das hat der Gemeinderat beschlossen. Die Bürgerinitiative begrüßt das.

Der Beschluss sei in einer Sondersitzung des Gemeinderats am Dienstagabend - nach längerer Detail-Diskussion - einstimmig gefallen, bestätigte Bürgermeister Christoph Zachow (parteilos). Mit dem Erwerb, der für das kommende Jahr geplant ist, bestehe die einmalige Möglichkeit, dringend benötigte soziale Einrichtungen zu schaffen, heißt es in der Beschlussvorlage des Gemeinderats.

Ein Projektentwickler empfiehlt der Stadt, das Areal später in Erbbaurecht an einen oder mehrere Investoren zu vergeben. Vorher sind allerdings umfangreiche Sanierungsmaßnahmen notwendig. Insgesamt wird den Gebäuden aber ein "sehr guter baulicher Zustand" bescheinigt.

Bürgerinitiative sieht sich bestätigt

Die "Bürgerinitiative Malteserschloss" begrüßte den Schritt. Der Gemeinderat habe eine "historische Entscheidung getroffen". Mit dem Schloss-Erwerb sei eines der Hauptziele der Initiative erreicht worden, heißt es in einer Pressemitteilung.

Der Kauf des Malteserschlosses durch die Stadt Heitersheim (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) hat eine lange Vorgeschichte: Im Jahr 2019 wollten private Investoren aus dem Schloss eine internationale Internatsschule machen. Bei einem Bürgerentscheid sprach sich die Mehrheit der Heitersheimer für die Privatschule aus. Ende April 2021 hatten die privaten Investoren aber ihr Kaufinteresse zurückgezogen.

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SWR