Hundenase statt Corona-Tests

Elsass: Spürhund erschnüffelt Coronavirus in Seniorenheim

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AUTOR/IN
I. Michel (France3), Ina Held (SWR)

In einem Seniorenheim im elsässischen Kunheim kommt ein Golden Retriever zum Einsatz: Der erste Spürhund Frankreichs, der das Coronavirus erkennt.

Im Seniorenheim im elsässischen Kunheim ist Pokaa zu Besuch. Der Hund wacht mit seiner feinen Spürnase über die Gesundheit der Menschen. Statt PCR- oder Antigentest wird den Bewohnerinnen mit einem Tuch Schweiß abgenommen. Das kommt dann in einen Behälter. Jetzt ist Pooka dran: Der zwei Jahre alte Golden Retriever ist Frankreichs erster Covid-Schnüffler, der in einem Seniorenheim eingesetzt wird.

Spürhund erschnüffelt Coronaviren über das Spike-Protein

"Der Hund erkennt im Schweiß das Spike-Protein", erklärt Hundetrainerin Christelle Schreiber. "Dieses hat einen ganz speziellen Geruch. Wir bringen den Hunden bei, diesen Geruch zu finden, und alle anderen, die damit vermischt sind, zu ignorieren." Der Test mit den Schweißtuch ist für die Bewohnerinnern weniger unangenehm als die üblichen Schnelltests. Bewohnerin Madeleine Sutter erinnert sich: "Da haben sie mir so ein Ding in der Nase hin- und hergeschoben. Das hat wirklich weh getan in der Nase."

"Es ist weniger invasiv. Die Menschen verstehen nicht, warum wir ihnen ein Baumwollstäbchen in die Nase schieben. Auch wenn wir es ihnen erklären."

Trotz Impfung müssen die Bewohner regelmäßig getestet werden und statt unangenehmer Wattestäbchen kommt jetzt eben Spürhund Pooka ins Pflegeheim und schnüffelt nach Corona. Mit Erfolg, denn bis jetzt lag der Hund immer richtig mit seiner Spürnasen-Diagnose.

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I. Michel (France3), Ina Held (SWR)